EU-Verbot von Fleischersatznamen in Diskussion
Die EU diskutiert ein mögliches verbot von Fleischersatznamen. Insider erwarten, dass das EU-Parlament, die Kommission und der Rat der Mitgliedstaaten am Donnerstag in den Trilog-Verhandlungen eine Einigung erzielen könnten. Im Fokus stehen Begriffe mit Tierbezug wie „Beef“, „Pork“, „Chicken“, „Bacon“ und „T-Bone“. Rat und Kommission befürworten diese engere Lösung. Das Parlament möchte das Verbot auf Bezeichnungen wie Wurst und Burger ausweiten. Dies geht aus Verhandlungsdokumenten hervor, über die der „Spiegel“ berichtet.
Kritik am Bezeichnungsverbot
Der CDU-Europaabgeordnete Peter Liese äußerte sich kritisch zu dem Vorhaben. Er hoffe, dass die Bundesregierung das Bezeichnungsverbot verhindern kann. „Wir haben außen- und wirtschaftspolitisch aktuell wirklich ganz andere Probleme als ein Veggie-Burger-Verbot“, sagte Liese dem „Spiegel“.
Hintergrund der Diskussion
Das Bezeichnungsverbot ist Teil des Pakets zur Gemeinsamen Marktorganisation (CMO), das die Agrarmärkte in der EU reguliert.Anna Strolenberg, niederländische Europaabgeordnete der Partei Volt, warnte vor einer Verwässerung der ursprünglichen CMO-Regulierung. Diese sollte Verträge zwischen Bauernhöfen und Abnehmerbetrieben ermöglichen. Strolenberg kritisierte, dass anstelle der Stärkung der Einkommen von Landwirten ein Veggie-Burger-Verbot diskutiert werde. „Das wäre ein absurdes Ergebnis“, sagte sie dem „Spiegel“.











