Europäische Kommission genehmigt Übernahme von Sky durch RTL Deutschland
Die Europäische Kommission hat die geplante Übernahme von Sky durch RTL Deutschland ohne Auflagen freigegeben. Nach Prüfung des Vorhabens kam die Kommission zu dem Schluss, dass der Zusammenschluss keine wettbewerbsrechtlichen Bedenken im Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) aufwirft.
Wettbewerbsrechtliche Bewertung
Die Kommission stellte fest, dass das Vorhaben den Wettbewerb nicht erheblich beeinträchtigen würde. Der Zusammenschluss werde die Nachfragemacht von RTL und Sky auf den Märkten für den Erwerb audiovisueller Inhalte voraussichtlich nicht stärken. RTL und Sky verfolgen unterschiedliche Schwerpunkte bei Unterhaltungs- und Sportinhalten und sind daher keine engen Wettbewerber.
Marktauswirkungen
Die Übernahme beeinträchtigt laut Kommission den Wettbewerb auf dem Markt für die Bereitstellung und den Erwerb von Fernsehkanälen und audiovisuellen Diensten auf Vorleistungsebene nicht. Das fusionierte Unternehmen verfügt nur über einen geringen Marktanteil, und es stehen weiterhin ausreichende alternative Anbieter zur Verfügung.
Werbemarkt
Auch auf dem Markt für die Bereitstellung von Werbeflächen wird keine erhebliche Verringerung des Wettbewerbs erwartet. Angesichts der Verlagerung der Zuschauerschaft auf globale Streaming-Plattformen besteht erheblicher Wettbewerbsdruck. Die Kommission stellte fest, dass der Zusammenschluss im Bereich der Werbung im linearen Fernsehen nur eine geringe Verbesserung der Marktstellung der Unternehmen bewirken würde.
Strategische Ziele
RTL und Sky erhoffen sich von dem Zusammenschluss, stärker mit globalen Streaming-Plattformen konkurrieren zu können und auf die raschen Veränderungen im Bereich der Bereitstellung audiovisueller Inhalte zu reagieren.



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