Bundesbank verteidigt digitalen Euro
Die Bundesbank hat den digitalen Euro gegen Kritik verteidigt und eine baldige politische Entscheidung angekündigt. Bundesbank-Vorstand Burkhard Balz erklärte in der „Welt am Sonntag“, dass er noch in diesem Jahr mit einer politischen Entscheidung rechne.
Priorität des Projekts
Das Projekt des digitalen Euro habe Priorität,da Europa im Zahlungsverkehr stark von US-anbietern abhängig sei. Laut Balz laufen rund zwei Drittel aller Transaktionen über US-Anbieter.Der digitale Euro solle eine europäische Choice schaffen und die Resilienz erhöhen.
Kritik zurückgewiesen
Balz wies die Kritik zurück, dass der digitale Euro Bargeld verdrängen oder ausdruck staatlicher Industriepolitik sein könnte. Er bezeichnete den digitalen Euro als „eine Art digitalen Zwilling des Bargelds“. Die Privatwirtschaft habe es bisher nicht geschafft, eine paneuropäische Zahlungslösung zu etablieren, was Balz als „klassisches Marktversagen“ bezeichnete. Der digitale Euro sei als zusätzliches Angebot gedacht, nicht als Ersatz.
Lagerung der Goldreserven
Balz verteidigte auch die Lagerung der deutschen Goldreserven im Ausland. er betonte, dass die Goldreserven an den Handelsplätzen physisch verfügbar sein müssten, falls eine Mobilisierung nötig werde. New York und London seien zentrale Goldhandelsplätze.
Transparenz und sicherheit
Auf die Frage nach der Transparenz der veröffentlichten Inventarnummern der Goldbarren, die laut Kritikern nicht internationalen Standards entsprächen, äußerte sich Balz nicht konkret. Er verwies auf vertragliche Vereinbarungen mit den Zentralbanken, die das gold lagern. Die Bestände würden regelmäßig überprüft, und an der Sicherheit der Goldreserven bestehe aus Sicht der Bundesbank kein Zweifel.











