DIW-Präsident warnt vor erneuter Eskalation im Iran-Krieg

Marcel Fratzscher (Archiv)
Toyota Scheidt

Der Chef des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), Marcel Fratzscher, warnt nach dem Waffenstillstand im Iran-Krieg vor erneuter Eskalation und hohen Kosten für die deutsche Wirtschaft. "Der Waffenstillstand ist ein wichtiger erster Schritt, er bedeutet jedoch bei weitem noch nicht das Ende des Kriegs.

Warnung vor wirtschaftlichen Folgen des Iran-Kriegs

Der Chef des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), Marcel Fratzscher, hat nach dem Waffenstillstand im Iran-Krieg vor einer erneuten Eskalation und hohen Kosten für die deutsche Wirtschaft gewarnt. „Der Waffenstillstand ist ein wichtiger erster Schritt, er bedeutet jedoch bei weitem noch nicht das Ende des Kriegs. Eine erneute Eskalation ist nicht unwahrscheinlich“, sagte Fratzscher der „Rheinischen Post“.

Auswirkungen auf die Weltwirtschaft

Fratzscher betonte, dass die bereits entstandenen Kosten für die weltwirtschaft enorm seien. Auch die offene deutsche Volkswirtschaft werde einen hohen Preis für den Konflikt tragen.

Forderung nach Finanzhilfen

Ungeachtet des Waffenstillstands forderte Fratzscher direkte Finanzhilfen für die Bürger wegen der hohen Spritpreise. er schlug direkte finanzielle Transfers wie eine Energiekostenpauschale vor, ähnlich wie 2022. Diese seien das wirksamste Instrument, um Bürger „schnell, effektiv und sozial ausgewogen zu entlasten“. Ein Tankrabatt hingegen erhöhe die Kosten für alle anderen und sei eine Umverteilung von Arm zu Reich.

Empfehlungen für die Politik

Fratzscher rief die Politik dazu auf, die Menschen zu ermutigen, sparsamer mit fossilen Energieträgern umzugehen. Er empfahl der Bundesregierung, ein Tempolimit, autofreie Sonntage und einen stärkeren Umstieg auf öffentliche Verkehrsmittel in den Städten umzusetzen. Auch eine Absenkung der Mehrwertsteuer auf Lebensmittel wäre ein kluges Instrument, so der DIW-Chef.


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