Gewinne zum Wochenauftakt im Dax
Der Dax ist am Montag mit Gewinnen in den Handelstag gestartet. Gegen 9:30 Uhr wurde der deutsche Leitindex mit rund 24.735 Punkten berechnet und lag damit 0,8 Prozent über dem Schlussniveau vom Freitag. An der Spitze der Kursliste standen Rheinmetall, Infineon und Airbus. Am Ende rangierten die Münchener Rück, die Hannover Rück und Eon.
Einfluss der Lage in Venezuela
Bewertung durch Marktanalysten
„Heute kommt auf dem Parkett an dem Thema Venezuela niemand vorbei“, sagte Jochen Stanzl, Chefmarktanalyst der Consorsbank. Anleger könnten sich seiner Einschätzung nach mit einem einmaligen Event arrangieren. Was nach seiner darstellung allerdings niemand gebrauchen könne, sei eine geopolitische Kettenreaktion.
Stanzl zufolge könnte der Dax mit dem Rückenwind steigender internationaler Börsen einen weiteren Versuch unternehmen, das Rekordhoch zu testen. Gelinge der Ausbruch über dieses Niveau bei guten Handelsumsätzen, könnte es zu einer raschen Zunahme der dynamik nach oben kommen.
Begrenzte Reaktionen am Ölmarkt
Reaktionen am Ölmarkt gab es durch die Situation in Venezuela bislang kaum. „Das Angebot auf dem weltweiten Ölmarkt ist so üppig, dass trotz Venezuela auch kurzfristig kein starker Preisanstieg zu erwarten ist“, sagte Stanzl. Es sei gut möglich, dass es nun zu einer temporär geringeren Versorgung mit venezolanischem Öl komme, was aber kaum einen Unterschied mache.
„Eine viel größere Rolle spielt die Wahrscheinlichkeit mittelfristig steigender Ölexporte aus Venezuela, die das ohnehin schon üppige Angebot weiter erhöhen könnten“, so der Marktexperte. Ölhändler blickten auf die lage in drei bis sechs Monaten und bereiteten sich auf fallende Preise vor.
Euro und Ölpreis unter Druck
Die europäische Gemeinschaftswährung zeigte sich am Montagmorgen etwas schwächer. Ein Euro kostete 1,1692 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8553 Euro zu haben.
Der Ölpreis gab unterdessen nach. Ein fass der Nordsee-Sorte Brent kostete gegen 9 Uhr deutscher Zeit 60,26 US-Dollar.Das waren 49 Cent oder 0,8 Prozent weniger als am Schluss des vorherigen Handelstags.











