Chemisch-pharmazeutische Industrie startet schwach ins Jahr 2026

Chemie-Anlagen (Archiv)

Die chemisch-pharmazeutische Industrie verzeichnete einen schwachen Start ins Jahr 2026

Anzeige Stadtwerke Friedrichsthal

Schwacher Start der chemisch-pharmazeutischen Industrie ins Jahr 2026

Die chemisch-pharmazeutische Industrie verzeichnete im ersten Quartal 2026 einen Rückgang der Produktion. Laut dem Verband der Chemischen Industrie (VCI) sank die Produktion saisonbereinigt um 2,8 Prozent und lag damit knapp sechs Prozent unter dem Vorjahresniveau.

Rückgang der Pharmaproduktion

Ein wesentlicher Grund für den Rückgang war die deutliche Abnahme der Pharmaproduktion. Im Jahr 2025 hatten Unternehmen aufgrund drohender US-Zölle Vorzieheffekte genutzt. Die Chemieproduktion konnte zwar leicht zulegen, blieb jedoch ebenfalls unter dem Vorjahresniveau.

Einfluss von Energie- und Rohstoffkosten

Hohe Energie-, Rohstoff- und Transportkosten belasteten die Branche. Der Nahostkonflikt und die Sperrung der Straße von Hormus verschärften die Lieferkettenprobleme und trieben die Preise für Öl, Gas und Naphtha in die Höhe. In einigen bereichen des chemiegeschäfts kam es vorübergehend zu einer Belebung der Nachfrage durch Vorsichtsbestellungen. Eine nachhaltige Erholung erwartet der VCI in diesem Jahr jedoch nicht.

Aussagen des VCI-Hauptgeschäftsführers

VCI-Hauptgeschäftsführer Wolfgang Große Entrup erklärte, die Chemiebranche stehe weiterhin unter „Dauerstress“, belastet durch „Bürokratie, hohe Kosten und globale Turbulenzen“. Deutschland verliere an Konkurrenzfähigkeit, wenn Berlin und Brüssel nicht gegensteuerten.Während auf „geopolitische Krisen“ wenig Einfluss genommen werden könne,seien die „Standortbedingungen“ beeinflussbar. Entscheidend seien nun eine „starke Führung, Verlässlichkeit und ein klarer industriepolitischer Kurs“.

Artikel teilen


Gevita Tagesresidenz

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert


Nach oben scrollen