Kritik an Kompromissvorschlag zur Filmförderung
der IT-Branchenverband Bitkom hat den Kompromissvorschlag der Bundesregierung zur Reform der Filmförderung scharf kritisiert. Bitkom-Hauptgeschäftsführer Bernhard Rohleder erklärte, der Vorschlag sei aus Sicht des Verbandes kein tragfähiger Interessenausgleich. Er berücksichtige einseitig die Produzenten und lasse die Belange der Videodiensteanbieter weitgehend außen vor.
Kritik an Öffnungsklausel
Besonders kritisch sieht Bitkom die sogenannte Öffnungsklausel.zwar könnten die Produktionsauflagen für Videodienste reduziert werden, wenn sie im Gegenzug mehr in neue Filme und Serien investieren. Diese Möglichkeit sei jedoch an zusätzliche Verhandlungen mit Produzentenverbänden über Rechtefragen geknüpft. Rohleder betonte,dass damit einzelne Branchen ein faktisches Mitspracherecht erhielten,welches einem Vetorecht gleichkomme. Dies führe zu einem „systematischen Fehlanreiz“ und bremse Investitionen.
forderung nach Nachbesserung
Der Verband forderte den Bundestag auf, im weiteren Verfahren nachzusteuern und die „Perspektive der Konsumenten“ stärker zu berücksichtigen. Deutschland benötige eine Filmförderung, die Investitionen ermögliche, statt sie zu verkomplizieren, so der Verbandschef.











