Binnenschiffer fordern rasche Maßnahmen gegen Niedrigwasser

Fahrwassertonnen (Archiv)

Der Bundesverband der Deutschen Binnenschifffahrt (BDB) fordert vom Bundesverkehrsministerium schnellere Maßnahmen gegen Niedrigwasser

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Forderungen des BDB an das Bundesverkehrsministerium

Der Bundesverband der Deutschen Binnenschifffahrt (BDB) drängt das Bundesverkehrsministerium zu schnelleren Maßnahmen gegen Niedrigwasser. In einer Koordinierungsrunde des Ministeriums wurde laut BDB-Geschäftsführer Jens Schwanen deutlich, dass Binnenschiffe nicht einfach ersetzt werden können. Weder die Bahn noch Lkw-Speditionsunternehmen könnten ausreichend Kapazitäten bereitstellen, um die Güter von den Schiffen ohne Einschränkungen zu transportieren, warnte Schwanen gegenüber der „Rheinischen Post“.

Dreipunkte-Plan des BDB

Der verband fordert drei wesentliche Maßnahmen. „Wir schlagen einen Dreipunkte-Plan vor: Erstens ist es aus unserer Sicht unerlässlich, dass das Bundesverkehrsministerium die Förderung von niedrigwasseroptimierten Schiffen ab Januar fortsetzt und nicht wie geplant auslaufen lässt“, erklärte Schwanen. Derzeit gebe es in Deutschland lediglich zwölf solcher Schiffe, die zudem nicht frei verfügbar seien.

Zweitens müssten die Fahrrinnen am Mittel- und Niederrhein so schnell wie möglich ausgebaut werden. Dies würde 20 Zentimeter mehr Wasser unterm Kiel bringen. Das Zieldatum 2033 sei mit Blick auf kommende Sommer viel zu spät, mahnte Schwanen. Drittens müssten die Behörden des Bundesverkehrsministeriums rasch Möglichkeiten finden, das Wasser im Rhein stärker stauen zu können. „Zurzeit rauscht das Wasser im rhein ab Schleuse Iffezheim ungebremst in Richtung Niederlande. Wenn es acht Wochen nicht regnet, kommt es zu den aktuellen Niedrigwasserständen. Es müssen Ideen entwickelt werden, das Wasser länger im Fluss zu halten“, sagte Schwanen.

Gesellschaftliche Relevanz

Schwanen betonte, dass es sich hierbei nicht nur um eine Maßnahme für Schifffahrt und Industrie handle, sondern um eine gesamtgesellschaftliche Angelegenheit. Massenhaftes Fischsterben, vertrocknete auen, hohe Wassertemperaturen und zu wenig Sauerstoff brächten den Rhein als Lebensraum an seine Grenzen. Dies betreffe alle.

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