EU-Kommission plant Änderungen im Emissionshandel
Die EU-Kommission beabsichtigt,den Europäischen Emissionshandel für die Energiewirtschaft und Industrie (EU-ETS-1) zu lockern. Dies berichtet das „Handelsblatt“ unter Berufung auf hochrangige EU-Beamte. Der Emissionshandel gilt als zentrales Klimaschutzinstrument der EU, da er die Menge der CO2-Zertifikate reguliert, die den CO2-Ausstoß in den betroffenen Sektoren begrenzen.
Geplante Anpassungen
Die Kommission plant, die Anzahl der verfügbaren Emissionszertifikate im Vergleich zu den bisherigen Planungen zu erhöhen. Derzeit wird die Zahl der Zertifikate jährlich um 4,4 Prozent reduziert, mit dem Ziel, bis 2039 keine Zertifikate mehr auszugeben. Die geplante Anpassung würde die Reduktion der Zertifikate verlangsamen und der Industrie ermöglichen, länger mehr CO2 auszustoßen.
Kostenlose Zertifikate
Zusätzlich beabsichtigt die Kommission, die kostenlose Zuteilung von Zertifikaten länger beizubehalten.Ursprünglich war geplant, die kostenlose Zuteilung ab diesem Jahr stark zu reduzieren und ab 2034 für einige Sektoren ganz einzustellen.
Auswirkungen auf den Klimaschutz
In Deutschland fließen die Einnahmen aus dem CO2-Emissionshandel in den Klima- und Transformationsfonds. Dieser Fonds finanziert unter anderem den Ausbau erneuerbarer Energien,elektromobilität,energetische Gebäudesanierung,Wasserstoffprojekte und klimafreundliche Industrieprozesse. Eine Reduzierung der Einnahmen durch den Emissionshandel könnte die Förderung von Klimaschutzmaßnahmen in anderen Bereichen beeinträchtigen.











