Rückgang beim Wohnungsneubau erwartet
Die Industriegewerkschaft bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) prognostiziert einen deutlichen Rückgang beim Wohnungsneubau. „Die Zahl neu gebauter Wohnungen wird auf unter 200.000 sinken“, sagte IG BAU-Chef Robert Feiger dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“.
Hintergrund und Auswirkungen
Feiger betonte, dass diese Zahl nicht einmal die Hälfte dessen sei, was mindestens gebaut werden müsste.Er bezog sich dabei auf die Auswertung verschiedener Bauindikatoren, darunter Vorbestellungen beim Baumaterial und Einschätzungen aus der Branche. Notwendig seien vor allem bezahlbare Wohnungen, die für funktionierende Arbeitsmärkte und die Zuwanderung von Fachkräften entscheidend seien. „Wenn die Baby-Boomer in Rente gehen, müssen die Menschen, die deren Jobs übernehmen, auch wohnen können“, so Feiger. Bereits jetzt müssten viele Menschen lange Wege zur Arbeit in Kauf nehmen.
Wirtschaftliche Folgen
Feiger warnte vor den wirtschaftlichen Konsequenzen der Wohnungskrise. Jeder siebte Arbeitsplatz und jeder siebte Euro in der Bruttowertschöpfung hingen mit dem Wohnungsbau zusammen. „Ohne deutlich mehr Wohnungsbau wird es keine wirtschaftliche Erholung geben“, erklärte er. Der Neubau von Wohnungen sei essenziell für die versprochene Wirtschaftswende der Bundesregierung. Diese müsse nun „mit voller Kraft auf den Wohnungsbau als entscheidenden Binnenkonjunkturmotor setzen“.
Wohnungsbau-Tag in Berlin
Feiger äußerte sich unmittelbar vor dem Wohnungsbau-Tag, der am Donnerstag in Berlin von sieben führenden Verbänden und Organisationen der Bau- und Wohnungswirtschaft veranstaltet wird.Dort stehen die Zeichen auf Sturm.











