Welthungerhilfe kritisiert Neuausrichtung der Entwicklungshilfe

Mathias Mogge (Archiv)

Die Welthungerhilfe kritisiert die schwarz-rote Koalition für die stärkere Berücksichtigung von Wirtschaftsinteressen bei der Entwicklungshilfe. Generalsekretär Mathias Mogge äußerte Verständnis für die politische Sicht, dass deutsche Unternehmen vorrangig Aufträge erhalten sollen

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Welthungerhilfe kritisiert Entwicklungshilfepolitik der Koalition

Die Hilfsorganisation Welthungerhilfe äußert Kritik an der schwarz-roten Koalition, die Wirtschaftsinteressen bei der Entwicklungshilfe stärker berücksichtigen möchte. Generalsekretär Mathias Mogge erklärte gegenüber dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“, dass es aus politischer sicht nachvollziehbar sei, vorrangig deutsche unternehmen mit Aufträgen im Rahmen der staatlichen Entwicklungshilfe zu betrauen. Er betonte jedoch, dass dies zu kurz gedacht sei.

Forderung nach Investitionen in ärmeren staaten

Mogge forderte direkte Investitionen deutscher Unternehmen in ärmeren und fragilen Staaten, um dort Arbeitsplätze zu schaffen und nachhaltiges Wachstum zu fördern. Er kritisierte, dass die deutsche Wirtschaft trotz Förderprogrammen des Entwicklungsministeriums nicht bereit sei, die damit verbundenen Risiken einzugehen.

Entwicklungspolitik und Wirtschaftsinteressen

Mogge erklärte, dass Entwicklungspolitik interessengeleitet sein dürfe, da ein rein karitativer Zweck der Bevölkerung schwer zu vermitteln sei.angesichts knapper Steuergelder und Haushaltsproblemen gebe es einen wachsenden Rechtfertigungsdruck. Dennoch zweifelte Mogge daran, dass die Pläne der Ministerin in der aktuellen Form erfolgreich sein werden.

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