VdK hält Abschaffung des Ehegattensplittings für „überfällig“

Verena Bentele (Archiv)
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Die Präsidentin des Sozialverbands VdK, Verena Bentele, bezeichnet die mögliche Abschaffung des Ehegattensplittings als "überfällig

Verena Bentele kritisiert Ehegattensplitting

die Präsidentin des Sozialverbands VdK, Verena Bentele, hat die mögliche Abschaffung des Ehegattensplittings als „überfällig“ bezeichnet. In einem Interview mit den Zeitungen der „Mediengruppe Bayern“ erklärte sie, das Splitting begünstige ehepaare mit großen Einkommensunterschieden und verhindere die Gleichstellung am Arbeitsmarkt. Zudem erschwere es die finanzielle Eigenständigkeit von Frauen.

Forderung nach neuem Besteuerungsmodell

Der vdk fordert, dass die Förderung von Familien mit Kindern an der Übernahme familiärer Verantwortung festgemacht wird, nicht am formalen Status der Ehe. Bentele plädiert für ein Besteuerungsmodell, das keinen negativen Einfluss auf die Erwerbstätigkeit von Frauen hat.

Familienversicherung soll bestehen bleiben

Bentele spricht sich gegen die abschaffung der kostenlosen Mitversicherung von Ehegatten bei Krankenkassen aus. Sie betont, dass die Familienversicherung ein Kernelement der gesetzlichen Krankenversicherung sei und vor allem für Familien mit kleinen und mittleren Einkommen unangetastet bleiben müsse. Eine Abschaffung würde für diese eine Beitragserhöhung bedeuten.

Kritik an Mehrwertsteuererhöhung

Eine mögliche Erhöhung der Mehrwertsteuer bezeichnete Bentele als „extrem unsozial“. Sie argumentiert, dass vor allem Menschen mit niedrigen und mittleren Einkommen stärker belastet würden. Die VdK-Präsidentin schlägt vor, stattdessen eine gerechtere Besteuerung von Erbschaften und Vermögen in Betracht zu ziehen.


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