Klimaforscher warnt vor Abstieg der USA
Der Klimaforscher Hans Joachim Schellnhuber hat vor einem Abstieg der USA als führendes Wissenschaftsland unter der Trump-Regierung gewarnt. In einem Interview mit der „Frankfurter Rundschau“ äußerte er die Befürchtung, dass die USA als zukunftsfähige Nation „Selbstmord begehen“.
Wissenschaftlicher Fortschritt in Gefahr
Schellnhuber kritisierte, dass der wissenschaftlich-technische Fortschritt in den USA privatisiert werden solle. Dies geschehe parallel zur verstärkten Rückkehr zu fossilen Energiequellen, was vor allem den Großaktionären zugutekomme. Die Öffentlichkeit werde über die klimafolgen getäuscht, so der Forscher, der Generaldirektor des Internationalen Instituts für Angewandte systemanalyse (IIASA) in Laxenburg bei Wien ist.
China als aufstrebende Wissenschaftsnation
Schellnhuber prognostizierte, dass China in den nächsten zehn Jahren zur führenden wissenschaftlichen Nation aufsteigen werde. Das Land investiere massiv in erneuerbare Energien,Speichertechnologien und Künstliche Intelligenz. China übernehme damit die Rolle, die die USA nach dem Zweiten Weltkrieg innehatten.
Chancen für die Europäische Union
Der Forscher sieht Chancen für die Europäische Union, sich stärker von den USA zu lösen und mehr mit China zu kooperieren. Europa könne mit Afrika ein neues Kraftfeld bilden und in innovativen Bereichen wie klimafreundlichem Bauen und nachhaltigen Ernährungssystemen Weltmarktführer werden.











