Forderungen nach Spritpreisdeckel
Juso-Chef Philipp Türmer hat angesichts der gestiegenen benzinpreise einen Spritpreisdeckel gefordert. „Wir brauchen jetzt einen Spritpreisdeckel, der die Abzocke an der Tankstelle beendet“, sagte Türmer dem „Handelsblatt“.
Hintergrund der Preissteigerungen
In Deutschland sind die Spritpreise nach dem Ausbruch des Iran-Kriegs stark gestiegen. Ein Liter Superbenzin der Sorte E10 kostete am Montag im bundesweiten Durchschnitt mehr als zwei Euro. diesel stieg auf 2,171 Euro pro Liter. Türmer kritisierte, dass Ölkonzerne die Eskalation im Iran für Spekulation und Extraprofite nutzten.
Reaktionen aus der Politik
Auch Jochen Ott, designierter SPD-spitzenkandidat für die Landtagswahl in NRW, äußerte Kritik. Er forderte von der Wirtschaftsministerin Maßnahmen gegen mögliche Abzocke der Mineralölkonzerne und sprach sich für die Besteuerung krisenbedingter Übergewinne aus. Die Union sieht Preisobergrenzen skeptisch. CDU-Politiker Sepp Müller verwies auf die Instrumente des kartellamts und kündigte Gespräche mit den Chefs der Mineralölkonzerne an.
Vorschläge der Deutschen Umwelthilfe
Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) forderte, den Preis des Deutschlandtickets wieder auf maximal 49 Euro zu senken. DUH-Bundesgeschäftsführer Jürgen Resch betonte die Notwendigkeit einer bezahlbaren Alternative zum auto. Er schlug zusätzliche Vergünstigungen für bestimmte Bevölkerungsgruppen vor und forderte Investitionen in den öffentlichen Verkehr.











