Freigabe von Ölreserven
Die Internationale Energieagentur (IEA) hat beschlossen, 400 Millionen Barrel Öl aus ihren Notreserven freizugeben. Diese Maßnahme wurde von den 32 Mitgliedsländern einstimmig beschlossen, um den durch den Krieg im Nahen Osten verursachten Störungen auf den Ölmärkten entgegenzuwirken.
Hintergrund der Entscheidung
Der IEA-Exekutivdirektor Fatih Birol erklärte, dass die Herausforderungen auf dem Ölmarkt beispiellos seien. Die globale Natur der Ölmärkte erfordere eine ebenso globale Reaktion auf größere Störungen. Energiesicherheit sei das Gründungsmandat der IEA, und die Mitglieder zeigten starke Solidarität und entschlossene Maßnahmen.
Auswirkungen des Krieges
Seit dem Beginn des Kriegs von Israel und den USA gegen den Iran ist der Ölfluss durch die Straße von Hormus beeinträchtigt. Derzeit betragen die Exportmengen an Rohöl und raffinierten Produkten weniger als 10 Prozent des Niveaus vor dem 28. Februar. Im jahr 2025 wurden durchschnittlich 20 Millionen Barrel Rohöl und Ölprodukte pro Tag durch die Straße von hormus transportiert, was etwa 25 Prozent des weltweiten Seetransports von Öl entspricht. Die Möglichkeiten, die Straße von Hormus zu umgehen, sind begrenzt.
Notvorräte der IEA
Die IEA-Mitgliedsländer verfügen über Notvorräte von über 1,2 milliarden barrel. Zusätzlich gibt es 600 Millionen Barrel an Industrievorräten, die aufgrund staatlicher Auflagen gehalten werden. Die koordinierte Freigabe von Vorräten ist die sechste in der Geschichte der IEA, die 1974 gegründet wurde. Frühere Maßnahmen erfolgten 1991, 2005, 2011 und zweimal im Jahr 2022.











