Gewalt an Frauen: Richterbund beklagt erhebliche Personallücken

Justizzentrum (Archiv)
Anzeige AWO Sulzbach

Der Deutsche Richterbund warnt vor erheblichen Defiziten bei den Staatsanwaltschaften im Kampf gegen digitale Gewalt an Frauen

Warnung vor Defiziten bei Staatsanwaltschaften

Der Deutsche Richterbund hat vor erheblichen Defiziten bei den Staatsanwaltschaften im Kampf gegen digitale Gewalt an Frauen gewarnt.⁢ Bundesgeschäftsführer Sven Rebehn​ äußerte sich in der ​“Rheinischen​ Post“ kritisch zu ⁤den aktuellen Maßnahmen.

Personallücken behindern Strafverfolgung

Rebehn betonte, dass punktuelle strafverschärfungen und Fortbildungsangebote für Ermittler nicht ausreichen. Er wies auf die zunehmende Bedrohung ‍durch Deepfakes, sexualisierte digitale Gewalt, Abbildungen von Kindesmissbrauch und Hasskriminalität im ⁤Netz hin. Diese Phänomene hätten epidemische Ausmaße angenommen. Das Problem liege nicht in Wissenslücken, sondern in eklatanten Personallücken bei den zuständigen Behörden, die eine wirksamere Strafverfolgung​ behindern.

Unterbesetzung in Staatsanwaltschaften

In vielen‌ Staatsanwaltschaften müssten drei ⁤Ermittler die Arbeit für vier erledigen, was dazu führe, dass Strafverfahren immer öfter vorzeitig eingestellt werden. Dadurch werde das Schutzversprechen⁢ der Politik an ‍die Betroffenen nicht ​erfüllt,⁢ so Rebehn.

Appell an ⁣die Landesfinanzminister

Rebehn kritisierte die ⁣Landesfinanzminister, die sich weigerten, die personell ausgezehrten Staatsanwaltschaften⁣ besser⁣ auszustatten. Ohne eine angemessene personelle Aufstellung würden auch schärfere Strafgesetze weitgehend wirkungslos bleiben.


Gevita Tagesresidenz

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Nach oben scrollen