Warnung vor Frostschäden nach Stromausfall in Berlin
im Zusammenhang mit dem großflächigen Stromausfall im Südwesten Berlins warnt der Bundesverband Sachverständiger (BVS) vor massiven Frost- und Wasserrohrbruchschäden in leerstehenden Wohnungen und Häusern. Besonders gefährdet seien Trinkwasserleitungen in Gebäuden,die derzeit nicht bewohnt oder nur eingeschränkt nutzbar sind.
Gefahr durch gefrierende Trinkwasserleitungen
Risiko bei auskühlenden gebäuden
„Wenn Gebäude auskühlen und die Temperatur in Leitungsbereichen in Richtung gefrierpunkt fällt, kann wasser in Trinkwasserleitungen gefrieren, sich ausdehnen und Leitungen sowie Armaturen sprengen – häufig mit erheblichen Folgeschäden an Bausubstanz und Einrichtung“, sagte der BVS-Bundesfachbereichsleiter Ralf Masuch der dts Nachrichtenagentur.
masuch betonte, Leitungen könnten auch in unbewohnten, nicht genutzten Wohnungen platzen, wenn sie auskühlen. Dies sei kein theoretisches risiko, sondern in solchen Lagen ein klassischer Schadenverlauf, der oft erst bemerkt werde, wenn es zu spät sei.
Leere Wohnungen erhöhen das Schadensrisiko
Nach dem Stromausfall sind viele Haushalte im Südwesten Berlins temporär nicht bewohnbar. Betroffene sind teilweise in Hotels, Notunterkünften oder bei Angehörigen untergebracht worden, viele Wohnungen stehen leer. „In dieser Konstellation steigt das Risiko für Frostschäden in Trinkwasserinstallationen erheblich“, so der BVS.
Empfehlungen der Sachverständigen
Kontrollen und Frostsicherung der Anlagen
Die Sachverständigen empfehlen regelmäßige Kontrollgänge in den betroffenen Gebäuden. Wenn eine ausreichende Beheizung nicht sicher möglich sei, müsse die Trinkwasseranlage frostfrei gestellt werden. „Das bedeutet in der Praxis: Wasser an der Hauptabsperrung abstellen und Leitungen entleeren, soweit möglich“, erklärte Masuch.
Zugleich warnte der BVS davor, Leitungen mit offener Flamme oder ungeeigneten heizgeräten aufzutauen. „Brandgefahr und Folgeschäden sind real“, sagte Masuch. nach längerer Abwesenheit oder nach Entleerung der Anlage müssten Absperrorgane langsam geöffnet und auf Dichtheit kontrolliert werden.











