Deutschland hinkt bei Reduzierung vermeidbarer Todesfälle hinterher

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Deutschland hat Fortschritte bei der Reduzierung vermeidbarer Sterblichkeit erzielt. Dennoch bleibt der Rückstand zu vielen westeuropäischen Regionen bestehen. Laut einer Studie des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung und der Universitäten Groningen und Oldenburg hat sich der Abstand zu Ländern wie der Schweiz sogar vergrößert. Die Ergebnisse wurden im "European Journal of Population" veröffentlicht

Studie zur vermeidbaren Sterblichkeit in Europa

Deutschland hat in den letzten Jahrzehnten Fortschritte bei der Reduzierung vermeidbarer Sterblichkeit erzielt. Dennoch bleibt der Rückstand zu vielen Regionen in Westeuropa bestehen. Eine Studie des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung (BiB) und der Universitäten Groningen und Oldenburg zeigt, dass sich der Abstand zu Ländern wie der Schweiz sogar vergrößert hat. Die ergebnisse wurden im „European Journal of Population“ veröffentlicht.

Regionale Unterschiede in Deutschland

laut der Studie weisen viele deutsche regionen, insbesondere im Nordosten, höhere Zahlen bei der vermeidbaren Sterblichkeit auf. Betroffen sind unter anderem Nordthüringen, Ostniedersachsen sowie teile von Sachsen-Anhalt, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern. Im gegensatz dazu sterben in der Schweiz sowie in Teilen von Italien, Frankreich und Spanien vergleichsweise wenige Menschen an vermeidbaren ursachen.

Ursachen und Empfehlungen

Die Forscher sehen die Gründe für die regionalen Unterschiede in der Effizienz der Früherkennung und Behandlung von Krankheiten sowie im gesundheitsrelevanten Verhalten der Bevölkerung. Michael Mühlichen vom BiB betont, dass Deutschland im Bereich Prävention noch Aufholpotenzial hat, um Risikofaktoren wie Rauchen und ungesunde ernährung entgegenzuwirken.

Sozioökonomische Faktoren

Die Studie zeigt, dass gesundheitliche Ungleichheiten in Europa nicht nur durch nationale Gesundheitssysteme erklärt werden können.Auch sozioökonomische Faktoren wie einkommen und Bildung spielen eine wichtige Rolle. Pavel Grigoriev vom BiB empfiehlt, gesundheitspolitische Maßnahmen stärker an regionalen Bedarfen auszurichten.


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