Rückgang eingefrorener Vermögen in Deutschland
Die Summe der eingefrorenen privaten Vermögen im Zusammenhang mit dem Ukraine-Krieg ist in Deutschland deutlich zurückgegangen. Im Jahr 2025 betrug sie rund 2,9 milliarden Euro, während es 2024 noch knapp 3,3 milliarden Euro waren. 2023 lag die Summe der eingefrorenen russischen Vermögen sogar bei knapp 4,4 Milliarden Euro. Diese Informationen stammen aus einer anfrage des innenpolitischen Sprechers der Grünen-Bundestagsfraktion,Marcel Emmerich,an das Bundesfinanzministerium,wie die FAZ berichtet.
Hintergrund der Sanktionen
Grundlage für das Einfrieren der Vermögen ist eine EU-Verordnung aus dem Jahr 2014, die nach der russischen Annexion der Krim erlassen wurde. Diese Verordnung ermöglicht sanktionen gegen Personen, die für Handlungen verantwortlich sind, die sich gegen die territoriale Unversehrtheit und Unabhängigkeit der Ukraine richten. Die Verordnung wurde nach dem russischen Angriff auf die Ukraine im Februar 2022 mehrfach aktualisiert, zuletzt im Dezember 2025. Vor der Ausweitung der Sanktionen lag die Summe der eingefrorenen Vermögen bei knapp 342.000 Euro.
Erklärungen für den Rückgang
Das Bundesfinanzministerium nennt zwei gründe für den Rückgang der eingefrorenen Vermögen. Zum einen unterliegen die Vermögen Bewertungsschwankungen. Zum anderen werden Personen von der Sanktionsliste genommen, wenn sie erfolgreich dagegen klagen. Gerichtsurteile der EU haben gezeigt, dass die Begründungen für Listungen in Einzelfällen kompliziert waren, insbesondere in Bezug auf die Unterstützung von Handlungen, die die territoriale Unversehrtheit der Ukraine bedrohen.
Reaktionen und maßnahmen
Das Finanzministerium betont die Bedeutung der Sanktionsdurchsetzung und evaluiert derzeit die 2022 eingeführten Sanktionsdurchsetzungsgesetze. Marcel Emmerich äußerte gegenüber der FAZ Bedenken über den Rückgang der eingefrorenen Vermögenswerte und forderte eine konsequente Sanktionsdurchsetzung sowie ein härteres Vorgehen gegen die Umgehung von Sanktionen.











