Transport von Antiprotonen am CERN
Am europäischen Kernforschungszentrum CERN in Genf wurden am Dienstag erstmals Antiprotonen mit einem Lkw transportiert. Dies teilte die Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf mit. Der Leiter des BASE-Experiments, Stefan Ulmer, stammt von dieser Universität.
Herausforderungen bei der Lagerung von Antiprotonen
Der Wissenschaftler Stefan Ulmer erklärte, dass das Einfangen und speichern von Antiprotonen über längere Zeiträume anspruchsvoll sei. „Antimaterie zerstrahlt sofort, sobald sie mit Materie in Kontakt kommt. Deshalb müssen die Antiteilchen so mit elektrischen Feldern und Magnetfeldern unter extrem hohem Vakuum gelagert werden, dass sie nicht mit Gasteilchen oder dem Speichergefäß in Kontakt kommen“, so Ulmer.
produktion und Transport
Die Antiprotonen wurden an der „Antimateriefabrik“ des CERN produziert, der weltweit einzigen Anlage, die diese Teilchen mit besonders niedriger Energie bereitstellen kann. Das Forschungsteam von BASE sammelte eine Wolke aus rund 100 Antiprotonen in einer 850 Kilogramm schweren Falle, die die Antiteilchen mithilfe magnetischer und elektrischer Felder einfängt. Diese wurde von der stationären versuchsanlage getrennt, auf einen Lkw verladen und über das CERN-gelände gefahren, bevor sie wieder mit der Versuchsanlage verbunden wurde.
Zukunftsperspektiven
Der Transport stellt einen ersten Schritt dar, um Antimaterie an andere europäische Labore zu bringen. Dort könne man Messungen in einer Umgebung mit geringeren Störfeldern durchführen, hieß es.











