Bayer-Chef fordert Bürokratieabbau in Europa
Bill Anderson, Vorstandschef von Bayer, hat einen verstärkten Abbau der Bürokratie in Europa gefordert.Im Gespräch mit dem „Focus“ betonte er,dass Europa technologisch aufholen müsse,um auf Augenhöhe agieren zu können. „Nicht absolut notwendige Gesetze sollten einfach abgeschafft werden“, sagte Anderson. Der Titel des Weltmarktführers im Regulieren schaffe keine Wertschöpfung und keinen Wohlstand.
Kritik an Regulierung der Künstlichen Intelligenz
Anderson äußerte Bedenken,dass beim Thema „Künstliche Intelligenz“ der Reflex bestehe,alle denkbaren Szenarien direkt regulieren zu wollen. Er wies darauf hin, dass grundlegende Gesetze, wie das Verbot von Diebstahl und Betrug, bereits existieren.
Fokus auf wirtschaftliche Dynamik
Der CEO des Leverkusener Agrarchemie- und Pharmakonzerns kritisierte, dass in Europa zu viel über Regulierung und Wohlstandssicherung gesprochen werde.In anderen Regionen der Welt gehe es um globale Führungsrollen und wirtschaftliche Dynamik. „Europa muss sich in dieser multipolaren welt neu orientieren und ins Handeln kommen“, forderte Anderson.
Veränderungen bei Bayer
Seit seinem Amtsantritt 2023 hat Anderson bei Bayer rund zwei Drittel der Managementpositionen gestrichen. Viele ehemalige manager konzentrieren sich nun auf die Entwicklung besserer Produkte und Lösungen für Kunden, anstatt administrative Aufgaben zu übernehmen.


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