Vizekanzler Klingbeil unterstützt Social-Media-Verbot für Kinder
Vizekanzler und Finanzminister Lars Klingbeil unterstützt die Forderung der SPD-bundestagsfraktion, die Nutzung von Social Media für Kinder unter 14 Jahren zu verbieten. „Wir kommen an klaren Regeln und Einschränkungen, wie sie der SPD-Vorschlag unterbreitet, nicht mehr vorbei“, sagte Klingbeil dem „Spiegel“. Der Schutz junger menschen vor Hass und Gewalt in sozialen Medien habe oberste Priorität.
Kritik an Plattformen
Klingbeil kritisierte, dass Plattformen ihre Geschäftsmodelle auf maximale Aufmerksamkeit, Polarisierung und Datennutzung ausrichten und dabei Kinder und Jugendliche oft schutzlos zurücklassen. Er forderte die Betreiber auf, Nutzer besser zu schützen. „Wer in europa Geschäfte macht, trägt Verantwortung für die Sicherheit junger Menschen genauso wie für den Schutz Erwachsener“, betonte Klingbeil.
SPD-positionspapier
die SPD-Fraktion im Deutschen Bundestag hatte in einem Positionspapier nach Alter abgestufte regelungen für die Nutzung von Social-Media-Plattformen gefordert, wie das ARD-Hauptstadtstudio berichtete. Anbieter sollen verpflichtet werden, die Nutzung ihrer Plattformen für Kinder unter 14 Jahren „technisch wirksam“ zu unterbinden. Für Jugendliche bis 16 Jahre soll eine verpflichtende Jugendversion eingeführt werden, ohne algorithmisch gesteuerte Feeds und Empfehlungen sowie ohne personalisierte Inhalte. Funktionen wie Endlos-scrollen, automatisches Abspielen von Inhalten, Push-Benachrichtigungen oder Gamifizierung sollen für diese Altersgruppe nicht erlaubt sein. Bei Verstößen sind Strafen vorgesehen.










