Kritik an Rückholmaßnahmen der bundesregierung
Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hat die Maßnahmen der Bundesregierung zur Rückholung deutscher Staatsbürger aus dem Nahen Osten als unzureichend kritisiert. Er fordert eine verstärkte Prüfung des Einsatzes von Bundeswehrmaschinen.
Aussagen von Markus Söder
Söder äußerte gegenüber „Welt TV“, dass die oberste Pflicht eines Staates sei, seine Bürger zu schützen und ihnen in Krisensituationen zu helfen. Er betonte,dass die derzeitigen Bemühungen zur Rückholung der Urlauber noch nicht ausreichend seien. „Ich würde jetzt unsere Kräfte darauf konzentrieren, unsere Urlauber heimzuholen. Das ist mir noch alles ein bisschen zu wenig. Das könnte noch verstärkt werden.Es sind zu wenig Maschinen im Einsatz“, so Söder.
Vergleich mit anderen Ländern
Söder wies darauf hin, dass Länder wie Italien, England und Frankreich stärker im Einsatz seien, um ihre Bürger zurückzuholen. Er berichtete von belastenden Situationen für deutsche in der Region,die selbstständig mit eigenen Fahrzeugen zu den wenigen Stützpunkten fahren müssten,von denen aus Rückflüge organisiert werden.
Kritik an Bundesaußenminister
Der bayerische Regierungschef kritisierte zudem bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) für dessen anfängliches Vorgehen bei den Evakuierungsflügen. „Es war am Anfang ein bisschen zäh, muss man dazu sagen“, erklärte Söder. Er wies das Argument zurück, dass Urlauber selbst verantwortlich seien: „Wir sind indirekt natürlich in diesem krieg involviert, weil unsere deutschen Urlauber betroffen sind.“ Das Argument, dass Reisende selbst schuld seien, bezeichnete er als „Quatsch“.











