Forderungen von Ministerpräsident Sven Schulze
Der Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt, Sven Schulze (CDU), fordert vom Bund eine enge Einbindung der ministerpräsidenten in die Pläne für Sozialreformen. Er betont die Notwendigkeit besonderer Rücksicht auf den Osten. Im Gespräch mit dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ warnte Schulze vor einem „wochenlangen Hin und Her“ und forderte schnelle Entscheidungen.
Besondere Herausforderungen im Osten
Schulze wies darauf hin, dass der Osten in vielen Bereichen anders aufgestellt sei. die Mehrheit der Rentner in Sachsen-Anhalt beziehe ausschließlich staatliche Rente. Auch zukünftige Rentner könnten nicht mehr privat vorsorgen. diese Besonderheiten müssten bei den Reformen berücksichtigt werden. Zudem habe Sachsen-Anhalt mit dem höchsten Altersdurchschnitt von 48 Jahren besondere demografische Herausforderungen, die sich auf das Gesundheitswesen und die Pflege auswirken.
Wirtschaftliche Lage und Mehrwertsteuer
Die aktuelle wirtschaftliche Lage treffe Sachsen-anhalt besonders hart, so Schulze. In der Diskussion über eine mögliche Erhöhung der Mehrwertsteuer betonte er, dass die Bundesregierung den Osten besonders im Blick haben müsse. Das Durchschnittsgehalt sei dort mehrere Hundert Euro geringer als in Westdeutschland. Schulze mahnte ein abgestimmtes Verfahren mit den Ländern an, da diese ein Mitspracherecht bei Entscheidungen im Bundesrat hätten.



Schreibe einen Kommentar