Schulz sieht Ende der Ära Orban in Ungarn nahen

Martin Schulz (Archiv)
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Martin Schulz, ehemaliger Präsident des Europäischen Parlaments, erwartet eine Niederlage von Viktor Orban bei der Wahl in Ungarn am Sonntag

Martin Schulz erwartet Niederlage von Viktor Orban

Der frühere präsident des Europäischen Parlaments, Martin schulz (SPD), äußerte im Podcast „5-Minuten-Talk“ des „Stern“ seine Erwartung, dass Viktor Orban bei der Wahl in Ungarn am Sonntag verlieren wird. Schulz sagte: „Viktor Orbans Zeit geht zu Ende. Man spürt es an der Atmosphäre, die von ihm selbst ausgeht. Er glaubt nicht mehr an seinen Sieg.“

Auswirkungen auf Europa

Schulz sieht in einer möglichen Niederlage Orbans eine positive Zäsur für Europa. Er erklärte, dass dies das Ende der Blockadepolitik Ungarns in der EU bedeuten könnte, insbesondere in Fragen der Ukraine und Energie. „Und der trumpismus, für den Orbán ein Repräsentant ist, würde eine Niederlage erleiden. Man kann auch autoritäre Regime durch Wahlen besiegen“, so Schulz.

warnung vor Orbans Herausforderer

Gleichzeitig warnte Schulz davor, zu glauben, dass Orbans Herausforderer Peter Magyar auf allen Feldern europafreundliche Politik betreiben würde. Magyar werde versuchen, die Blockadehaltung aufzugeben, jedoch ohne in entscheidenden Fragen wie der Migration einen anderen Weg zu gehen. Im Gegensatz zu Orban werde er jedoch Kompromisse suchen.

Mögliche Konflikte bei Orbans Sieg

Sollte Orban entgegen den Prognosen gewinnen,erwartet Schulz stärkere Konflikte mit brüssel. „Wenn er am sonntag gewinnt, dann fühlt er sich natürlich ermutigt, seinen Kurs eher noch zu verschärfen“, sagte Schulz.


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