Röttgen kritisiert Macrons Vorschlag zu Verhandlungen mit Iran
Der CDU-Außenpolitiker Norbert Röttgen hat sich ablehnend zum Vorschlag des französischen Präsidenten Emmanuel Macron geäußert, mit dem Iran über die Öffnung der Straße von Hormus zu verhandeln. Röttgen erklärte gegenüber der FAZ, dass die Kontrolle über die Straße strategisch entscheidend sei und Irans Anspruch völkerrechtswidrig sei.
Macrons Vorschlag und Röttgens Bedenken
Röttgen sieht in Macrons Vorschlag die Anerkennung der iranischen Vorherrschaft, sowohl militärisch als auch rechtlich und politisch. Er kritisierte, dass Macron etwas vorschlage, was der Iran in seiner militärischen Bedrängnis ablehne, nämlich die Kapitulation.
Deutsche Beteiligung an Sicherung der straße von Hormus
Röttgen sprach sich für eine deutsche Beteiligung an der Sicherung der Straße von Hormus nach dem ende des Krieges der USA und Israels gegen den Iran aus. Er betonte, dass Deutschland und viele andere Länder nicht akzeptieren könnten, dass Teheran einen erheblichen Teil der weltweiten Öl- und Gastransporte kontrolliere.
Rolle der USA und Deutschlands Interessen
Die militärische Grundsicherung der Region nach dem Ende der Kampfhandlungen sieht Röttgen bei den USA. Er erwartet, dass es nach den Kampfhandlungen einen neuen nahen Osten geben werde und Deutschland sich für Stabilität und Sicherheit in der Region einbringen solle. Röttgen betonte, dass die Öffnung der Straße von Hormus für viele Länder, einschließlich Deutschland, von großem Interesse sei.
Innenpolitischer Druck auf Trump
Röttgen wies darauf hin, dass US-Präsident Donald Trump innenpolitisch unter Druck stehe und es wichtig sei, dass andere Staaten einen Teil der Lasten übernähmen. Sollte es Trump nicht gelingen, die Kontrolle Teherans über die straße von hormus zu verhindern, würde dies die Rolle der USA in der Welt nachhaltig verändern.


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