Gewalt als gesamtgesellschaftliches Phänomen
Bundesfamilienministerin Karin Prien (CDU) bezeichnet Gewalt als ein gesamtgesellschaftliches Phänomen. In einem Interview mit den ARD-„Tagesthemen“ erklärte sie, dass Gewalt in Partnerschaften und im digitalen Raum gleichermaßen berücksichtigt werden müsse.Prien forderte eine verbesserte Beratung und Unterstützung bei Anzeigen und betonte die Notwendigkeit, das Thema Gewalt in Familien, Kindergärten und Schulen ernster zu nehmen.
Rollenverständnis und Bildungsaufgabe
Prien verwies auf eine Verunsicherung der Männer hinsichtlich ihres Rollenverständnisses. Studien zeigen, dass die meisten Gewalttaten Frauen betreffen. Die Ministerin betonte jedoch, dass auch die Situation von Jungen und Männern Beachtung finden müsse. Gewalt sei eine Bildungsaufgabe, der sich Kitas und Schulen verstärkt widmen sollten.
Migrationshintergrund und Gewalt
Die studie zeigt, dass Migration eine Rolle bei Gewalt spielt. Prien äußerte, dass insbesondere Frauen mit zuwanderungsgeschichte häufig gewalt ausgesetzt sind. Dies müsse ernst genommen und untersucht werden.
finanzierung und Studien
Die CDU-Politikerin kündigte an, dass die Finanzierung für Maßnahmen des Gewalthilfegesetzes ab dem 1. Januar 2027 beginnt. Der Bund stellt den Kommunen und Ländern zusätzlich 2,6 Milliarden Euro zur Verfügung. Der tatsächliche Bedarf werde jedoch erst in einigen Jahren gedeckt sein, da derzeit Bedarfsanalysen in den Ländern durchgeführt werden.
Prien hält regelmäßige Studien für notwendig, um vergleichbare Daten zu erheben. Nach der neuen EU-Rechtsetzung sei deutschland dazu verpflichtet. Derzeit stimme man sich mit dem Innenministerium und dem Bundeskriminalamt ab.











