Anstieg politisch motivierter Straftaten in Deutschland
Die Zahl der politisch motivierten Straftaten in Deutschland ist im Jahr 2025 erneut gestiegen. Insgesamt registrierten die Sicherheitsbehörden 85.837 Fälle,wie Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) in Berlin mitteilte. Dies entspricht einem Zuwachs von zwei Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Auch die Zahl der politisch motivierten Gewalttaten stieg um rund 1,2 Prozent auf 4.156 Delikte.
Entwicklung in verschiedenen Phänomenbereichen
Der Anstieg der Gesamtstraftaten ist vor allem auf die Zunahme der registrierten Straftaten im Bereich PMK-links- um über 35 Prozent auf 13.490 Delikte zurückzuführen. Die Anzahl der Gewaltdelikte stieg sogar um über 42 Prozent auf 1.087 Delikte. Trotz leicht rückläufiger Zahlen bleibt der Phänomenbereich PMK-rechts- mit 42.544 Straftaten der fallzahlenstärkste Bereich. Die Gewaltstraftaten stiegen im Bereich PMK-rechts- um mehr als sieben Prozent.
Hasskriminalität und spezifische Delikte
Straftaten im Bereich der Hasskriminalität bleiben mit 22.159 Fällen auf einem hohen Niveau. Knapp ein Drittel dieser Straftaten wurde im Internet begangen. Die konstant hohe Zahl fremdenfeindlicher Straftaten trägt zu den hohen Fallzahlen bei. Antisemitische Straftaten stiegen um 5,0 Prozent auf 6.548 Fälle. Ein Anstieg ist auch bei frauenfeindlichen Straftaten erkennbar,die um 46,8 Prozent auf 819 Straftaten zunahmen. Queerfeindliche Straftaten stiegen um 12,8 Prozent auf 2.377 Fälle.
Angriffe auf Amtsträger und Polizei
Straftaten gegen Amts- und/oder Mandatsträger bleiben mit 5.797 Fällen auf einem hohen Niveau. Die Anzahl der Straftaten gegen die Polizei stieg um 4,7 Prozent auf 5.144. Ein Drittel dieser Delikte kann dem Phänomenbereich PMK-links- zugerechnet werden. Hier zeigt sich ein deutlicher Anstieg bei den Gewaltdelikten auf 535 Fälle, was einer Zunahme von rund 45 Prozent entspricht.
Reaktionen der Regierung
Bundesinnenminister Dobrindt betonte, dass die linke Szene mit einem anstieg der Gewalttaten um 42 Prozent eine wachsende Bedrohung darstelle. Dennoch seien die meisten Delikte von rechten und rechtsextremen Tätern verübt worden. „Wir stellen uns gegen jede Form von Extremismus und bauen deswegen unsere Instrumente gegen die extremistische Bedrohung weiter aus“,erklärte Dobrindt.


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