Cem Özdemir über mögliche Regierungsbildung in Baden-Württemberg
Cem Özdemir, Spitzenkandidat der Grünen in Baden-Württemberg, äußerte sich in einem Interview mit dem „Handelsblatt“ über die mögliche Regierungsbildung im Land.Sollte er Ministerpräsident werden, könnte Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer eine Rolle in der neuen Regierung spielen. Özdemir betonte, er würde niemanden zum Minister ernennen, der sich selbst ins Spiel bringe. palmer habe dies nicht getan und sei „klug genug“.
Palmer und die Grünen
Boris Palmer galt lange als Rebell innerhalb der Grünen und wurde parteiintern oft kritisiert. 2023 trat er im Streit aus der Partei aus. Trotz dieser Differenzen beschreiben sich Özdemir und Palmer als Freunde. Özdemir erklärte, sie arbeiteten eng zusammen. Palmer sei ein wichtiger Ratgeber in Bereichen wie Wohnen, Mieten, Klimaschutz und effektiver Verwaltung.
Koalitionsaussichten
Özdemir hofft auf eine Fortsetzung der grün-schwarzen Koalition. Er warnte vor einem Dreierbündnis aus CDU, SPD und FDP, das der CDU-Spitzenkandidat Manuel Hagel bevorzugt. Özdemir kritisierte die Aussicht auf eine „Streitkoalition“ mit einem unerfahrenen Ministerpräsidenten. Er verglich dies mit der gescheiterten Ampelkoalition im bund und nannte es „Lindner versus Scholz reloaded“.











