Ischinger fordert mehr europäisches Selbstbewusstsein
Wolfgang Ischinger, Vorsitzender der Münchner Sicherheitskonferenz, hat vor Beginn der Konferenz in München für mehr europäisches Selbstbewusstsein geworben. Er betonte die Notwendigkeit, dass Europa mit einer Stimme spricht, seine Rüstungsbemühungen konsolidiert und das Einstimmigkeitsprinzip in der Europäischen Union abschafft, um handlungsfähiger zu werden.
Europäische Geschlossenheit im Umgang mit russland
Ischinger hob die Bedeutung europäischer Geschlossenheit im Umgang mit Russland hervor. Er kritisierte, dass Europa nicht ernst genommen werde und verwies auf die jüngsten diplomatischen Bemühungen Frankreichs, die von Russland belächelt würden. Bundeskanzler Friedrich Merz habe recht, wenn er sage, dass aktuell kein großer Gewinn in Gesprächen mit Russland liege.
Keine deutsche Atombombe
Ischinger sprach sich gegen eine deutsche Atombombe aus, da dies völkerrechtliche Verpflichtungen Deutschlands verletzen würde. Er warnte vor möglichen Verwerfungen in Europa und betonte, dass die nukleare Nichtverbreitung als Prinzip schwer erschüttert werden könnte. Stattdessen solle Europa geschlossen gegen Russland vorgehen, ohne neue Gegengewichte zu schaffen.











