Minister fürchtet wachsende Abhängigkeit von außereuropäischer KI

KI-Roboterhund (Archiv)

Wildberger (CDU) warnt vor Abhängigkeit durch US-Konzerne in der KI. <h3>Hintergrund</h3> <h4>Im Silicon Valley, sagte Wildberger ntv.</h4>

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Einleitung

Bundesdigitalminister Karsten Wildberger (CDU) warnt angesichts der Dominanz von US-Konzernen im bereich Künstlicher Intelligenz vor einer wachsenden Abhängigkeit Deutschlands. Im Gespräch mit ntv kritisierte er die unterschiedliche Dynamik zwischen dem Silicon Valley und Deutschland. Im Silicon Valley habe es „diese Aufbruchsstimmung“ gegeben. „Und bei uns stattdessen immer dieses `Nö, lieber doch nicht`.“ er sagte: „Ja zu kreativer Zerstörung“. Es brauche strategische Infrastrukturpolitik. „Mich schockiert, dass wir erst jetzt aufwachen, während sich die geopolitische situation verändert.“

Potenzial und Risiken der KI

Wachstumspotenzial

Wildberger betont das wirtschaftliche Potenzial der Technologie. Das potenzial bei KI liege „in einer ganz anderen Dimension“. Daraus könne „ein exorbitantes Wachstum entstehen, das wir auch brauchen werden, um den umbau der Arbeitswelt und gesellschaft durch diese technologie zu finanzieren“.

Risiken und Abhängigkeit

Der frühere Manager befürchtet zugleich einen Autonomieverlust. „Meine größte Sorge bei dieser technologischen Entwicklung ist, dass daraus nun eine Abhängigkeit entsteht, wo wir selber die Technologie nicht mehr entwickeln oder beherrschen, vor allem bei KI.“ Er warnte davor, die Technologiegeschwindigkeit drosseln zu wollen.Es sei ein Irrglaube anzunehmen, „wir könnten die Technologiegeschwindigkeit runterregulieren und uns damit schützen“. „Dadurch wird Innovation nur woandershin verlagert und unsere Abhängigkeit immer größer.“ In Europa gebe es „nicht genug Freiraum zur Entfaltung von Ideen und Technologie“.

Staatliche Kontrolle und strategische Verteidigung

Wildberger sieht dennoch eine Rolle des Staates. „Natürlich müssen wir Produkte prüfen, müssen eingreifen, wenn sich gesellschaftliche Nachteile zeigen. Das steht für mich außer Frage.“ Die europäisch-demokratischen Werte müsse man strategisch verteidigen. „Wir überlegen heute schon: wo sind unsere Fähigkeiten, die nicht ersetzbar sind, auf die auch andere angewiesen sind?“

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