Nachfolge von Bundespräsident Steinmeier laut Linnemann offen
CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann hat betont, dass es noch keine Entscheidung darüber gibt, ob die Union eine frau für die Nachfolge von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier aufstellen wird. „Das ist völlig offen. Aber es wäre ein gutes Signal“,sagte Linnemann den Zeitungen der Funke-Mediengruppe.
Kandidatenprofil und Einschätzung zu von der Leyen
Auf die Frage nach einem optimalen Kandidatenprofil verwies Linnemann auf den früheren Bundespräsidenten Joachim Gauck. „Ich finde, Joachim Gauck war ein sensationeller Bundespräsident. Er hat Debatten angefacht, aber er war nicht abgehoben. Die Leute hatten das Gefühl, er kennt das normale Leben“, so Linnemann.
Spekulationen, dass EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen für das Amt infrage kommen könnte, erteilte Linnemann eine Absage. „Ich werde mich zu keinem Namen äußern. Aber soweit ich weiß, hat Frau von der Leyen bereits selbst abgewunken.“ Eine Sprecherin von der Leyen hatte entsprechende Ambitionen verneint. Die Wahl eines neuen Bundespräsidenten oder einer neuen Bundespräsidentin findet 2027 durch die Bundesversammlung statt.
Linnemann fordert Verkleinerung des Beamtenapparats
Linnemann sprach sich zudem für eine deutliche Reduzierung des Beamtenapparats aus. „Wir sollten nur noch dort verbeamten, wo es ein besonderes Treueverhältnis zum Staat gibt, zum Beispiel bei der Polizei, der Feuerwehr oder in anderen Sicherheitsbereichen, bei Finanzbeamten oder beim Zoll“, erklärte er.
Die meisten Verbeamtungen fänden in den Ländern statt, so linnemann. „Wir könnten aber dort anfangen,wo der bund zuständig ist: Wir wollen acht Prozent an Personal in den Ministerien bis 2029 einsparen. Darüber hinaus müssen wir darüber reden, ob überhaupt so viele Mitarbeiter in den Ministerien verbeamtet werden müssen. Ich finde, das ist nicht überall notwendig.“