Einleitung
Die gesetzliche kranken- und Pflegeversicherung könnte für viele Familien in Deutschland teurer werden.Nach einem Bericht des „Handelsblatts“ plant die Bundesregierung, die kostenlose Mitversicherung für Ehepartner abzuschaffen.
geplante Änderungen
laut Koalitionskreisen sollen Personen, die bisher kostenlos mitversichert waren, künftig einen Mindestsatz von etwa 225 Euro im Monat zahlen. Davon sollen 200 Euro an die Krankenversicherung und 25 Euro an die Pflegeversicherung gehen. Ausnahmen sind für Personen mit Kindern unter sechs Jahren oder pflegebedürftigen Angehörigen vorgesehen.
Hintergrund der Reform
Die Abschaffung der beitragsfreien Mitversicherung ist ein zentraler Bestandteil der geplanten Reformen im Gesundheits- und Pflegebereich. Ziel ist es,das Milliardendefizit der Krankenkassen zu verringern und den Anreiz zur Arbeitsaufnahme zu erhöhen.
Weitere Schritte
Ende März wird eine von Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU) eingesetzte Expertenkommission Vorschläge zur Stabilisierung der Krankenkassenbeiträge vorlegen. Parallel dazu laufen bereits Gespräche in der Bundesregierung über mögliche Reformen. Eine endgültige Entscheidung soll nach Vorlage des Kommissionsberichts getroffen werden.
Finanzielle Auswirkungen
Sollten mitversicherte Ehepartner künftig den Mindestbeitrag zahlen, könnte dies die Kranken- und Pflegeversicherung um einen niedrigen einstelligen Milliardenbetrag pro Jahr entlasten. Insgesamt sind etwa 16 Millionen Menschen in Deutschland kostenlos mitversichert, der Großteil davon Kinder, für die sich nichts ändern soll.











