Kassenchef wirft Koalition Einknicken vor Pharma vor

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<h3>Streit um Gesundheits-Sparpaket</h3> Der Chef der Techniker Krankenkasse, Jens Baas, wirft der schwarz-roten Koalition vor, die Pharmaindustrie zu schonen. Baas erklärte gegenüber dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland", die Regierung dürfe sich nicht von der Pharmaindustrie erpressen lassen

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Vorwürfe gegen die schwarz-rote Koalition

Der Chef der Techniker krankenkasse, Jens Baas, hat der schwarz-roten Koalition vorgeworfen, die Pharmaindustrie zu schonen. Er kritisierte, dass die Regierung vor Drohungen der Konzerne einknicke. „Die Regierung darf sich von der Pharmaindustrie nicht erpressen lassen“, sagte Baas dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“.

Forderungen an die Politik

Baas betonte, die Politik unterschätze ihre eigene Macht und überschätze die der Pharmakonzerne. Selbst in den USA ziehe sich kein Konzern zurück, obwohl Präsident Donald Trump die Hersteller massiv unter druck setze. Baas forderte, dass der Sparbeitrag der Pharmaindustrie bei den Beratungen im Bundestag kräftig erhöht werden müsse.

Kritik an der Pharmalobby

der Kassenchef wies die Argumentation der Pharmalobby zurück, dass es einen direkten Zusammenhang zwischen der Entscheidung, in einem Land zu forschen und zu produzieren, und den arzneimittelpreisen gebe. Er bezeichnete dies als Unsinn. Auch die Drohung, bei zu niedrigen Preisen bestimmte Medikamente nicht mehr in Deutschland anzubieten, sei unglaubwürdig. Deutschland habe nach den USA die höchsten Arzneimittelpreise, und kein Pharmakonzern könne es sich leisten, sich aus einem der weltweit interessantesten Märkte zurückzuziehen.

Debatte über Krankenkassen und Gehaltsdeckel

baas kritisierte die Debatte in der Koalition über eine Senkung der Zahl der krankenkassen als Ablenkungsmanöver. Der Einspareffekt wäre selbst im besten Fall marginal, da die Mehrzahl der Beschäftigten mit konkreten Belangen der Versicherten befasst sei. Den geplanten Gehaltsdeckel für das Führungspersonal von Krankenkassen bezeichnete er als kontraproduktiv. Krankenkassen benötigten hoch qualifizierte Mitarbeiter, um mit Ärzten, Krankenhäusern und der Pharmaindustrie auf Augenhöhe zu verhandeln. „Nur Top-Qualifizierte können in solchen Verhandlungen das Beste für die Beitragszahler herausholen“, mahnte Baas.

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