Infratest: Zufriedenheit mit Schwarz-Rot sinkt auf Rekordtief

Friedrich Merz und Lars Klingbeil (Archiv)

<h3>Sinkende Zufriedenheit mit Schwarz-Rot</h3> Zu Wochenbeginn kommt es in der Koalition erneut zu Streit, etwa beim Bürgergeld und bei Steuererhöhungen

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Streit in der Koalition trotz harmonischer Klausur

Nach einem harmonischen Auftreten der regierungsparteien bei der Koalitionsklausur in Würzburg ist zu Beginn der woche erneut Streit in der Koalition entbrannt.Die Uneinigkeit betrifft unter anderem das Bürgergeld und mögliche Steuererhöhungen.

zufriedenheit mit Schwarz-Rot auf Rekordtief

Laut einer aktuellen Infratest-Umfrage ist die Zufriedenheit der Bevölkerung mit der Regierungskoalition aus CDU/CSU und SPD auf ein Rekordtief gesunken. Nur 18 prozent der Befragten sind mit dem Umgang der Regierungsparteien untereinander zufrieden oder sehr zufrieden, während 77 Prozent weniger oder gar nicht zufrieden sind.

Bewertung der Bundesregierung

auch die allgemeine Zufriedenheit mit der Bundesregierung ist nach mehr als 100 Tagen seit Beginn der Koalition um sieben Prozentpunkte im Vergleich zum Vormonat gesunken. Aktuell sind 22 Prozent mit der Arbeit der Bundesregierung zufrieden,75 Prozent hingegen weniger bis gar nicht zufrieden. Zum Vergleich: Die im Dezember 2021 gestartete Ampelkoalition hatte im April 2022 noch einen Rückhalt von 47 Prozent in der Bevölkerung.

Bewertung der Koalitionspartner

Mit der Arbeit der CDU/CSU in der Bundesregierung sind derzeit 29 prozent der Befragten zufrieden, 68 Prozent sind unzufrieden. Die SPD erhält mit 29 Prozent einen ähnlichen Zufriedenheitswert, während 67 Prozent unzufrieden sind.

Sonntagsfrage: aktuelle Umfragewerte der Parteien

Wäre am kommenden Sonntag Bundestagswahl, käme die CDU/CSU aktuell auf 27 Prozent. Die afd würde mit 25 Prozent ihren bisherigen Höchstwert erreichen. Die SPD liegt bei 14 Prozent, die Grünen bei 11 Prozent.Die Linke bleibt unverändert bei 10 prozent. Das Bündnis Sahra Wagenknecht erreicht 4 Prozent, die FDP 3 Prozent. Beide Parteien würden damit den Einzug in den Bundestag verpassen.

Bewertung des Spitzenpersonals

Verteidigungsminister boris pistorius (SPD) erzielt weiterhin die besten Zufriedenheitswerte: 60 Prozent der Befragten sind mit seiner politischen Arbeit zufrieden oder sehr zufrieden, 27 Prozent sind weniger zufrieden. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) erreicht einen Zufriedenheitswert von 33 Prozent, 62 Prozent sind unzufrieden. Außenminister Johann Wadephul (CDU) kommt auf 35 Prozent Zufriedenheit, 29 Prozent sind unzufrieden, 36 Prozent können ihn nicht beurteilen.Mit der Arbeit von SPD-Vizekanzler lars Klingbeil sind 31 Prozent zufrieden oder sehr zufrieden, 48 Prozent sind unzufrieden und 21 Prozent können sich kein Urteil bilden. Arbeitsministerin Bärbel Bas (SPD) erreicht 29 Prozent Zufriedenheit, 34 Prozent Unzufriedenheit und 37 Prozent geben an, sie nicht beurteilen zu können.

CSU-Innenminister Alexander Dobrindt erzielt einen Zufriedenheitswert von 25 Prozent, 51 prozent sind unzufrieden und 24 Prozent können kein Urteil abgeben. AfD-Fraktionsvorsitzender Tino Chrupalla erreicht 20 Prozent Zufriedenheit, 48 prozent unzufriedenheit und 32 Prozent geben an, ihn nicht beurteilen zu können. Die Linken-Fraktionsvorsitzende Heidi Reichinnek kommt auf 19 Prozent Zufriedenheit, 32 Prozent Unzufriedenheit und 49 Prozent ohne urteil.

Mit am schlechtesten bewertet wird CDU/CSU-Fraktionsvorsitzender Jens Spahn (CDU): 12 Prozent sind mit seiner Arbeit zufrieden, 78 Prozent weniger bis gar nicht zufrieden. Ebenso 12 Prozent sind mit der arbeit der Grünen-Fraktionsvorsitzenden Britta Haßelmann zufrieden,26 Prozent weniger bis gar nicht zufrieden. 62 Prozent geben an, Britta Haßelmann nicht zu kennen oder nicht beurteilen zu können.

Hintergrund der umfrage

Die Daten wurden von Infratest für den „ARD-Deutschlandtrend“ erhoben.Befragt wurden am 1. und 2. September insgesamt 1.342 Personen telefonisch und online.

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