Wählergunst in Nordrhein-Westfalen
die Regierungsparteien CDU und Grüne haben in Nordrhein-Westfalen laut einer Umfrage von Infratest Verluste in der Wählergunst erlitten. Die im Auftrag des WDR-Magazins „Westpol“ durchgeführte Erhebung zeigt, dass die CDU von Ministerpräsident Hendrik Wüst auf 35 Prozent kommt, was einen Rückgang um vier Prozentpunkte im Vergleich zu Juni 2025 bedeutet. Die Grünen erreichen 13 Prozent, zwei Prozentpunkte weniger als zuvor.
Parteientwicklung
Die SPD kann sich nach einem rekordtief im Juni 2025 deutlich erholen und erreicht mit einem Zuwachs von vier Prozentpunkten erstmals seit Juni 2023 wieder die 20-Prozent-Marke. Die AfD verbessert sich leicht auf 15 Prozent und stellt damit ihren bisherigen Bestwert aus dem Juni 2023 ein. Die Linke verliert leicht, würde mit sechs Prozent jedoch den Einzug in den Landtag schaffen. Die FDP erreicht trotz eines leichten Zuwachses von einem Prozentpunkt nur vier prozent und würde damit den Einzug verpassen. Andere Parteien kommen zusammen auf sieben Prozent.
Zufriedenheit mit der Landesregierung
Die Zufriedenheit mit der Arbeit der Landesregierung bleibt ausgeglichen. 48 Prozent der Befragten sind zufrieden, während 49 Prozent ihre Unzufriedenheit äußern, ein Anstieg um vier Prozentpunkte seit Juni 2025.Die Arbeit von Ministerpräsident Wüst wird etwas negativer bewertet als bei der letzten Umfrage im April 2024. 45 Prozent der Befragten sind zufrieden,während 38 Prozent unzufrieden sind.
SPD-Spitzenkandidat Jochen ott
Gut ein Jahr vor der Landtagswahl 2027 hat sich die SPD-Parteispitze auf Jochen Ott als Spitzenkandidaten geeinigt. Der SPD-Fraktionsvorsitzende ist jedoch den meisten Menschen in Nordrhein-Westfalen noch unbekannt. Nur 24 Prozent der Wahlberechtigten trauen sich ein Urteil über ihn zu.Zwölf Prozent halten ihn für einen guten Kandidaten, ebenso viele äußern Zweifel. Bei den SPD-Anhängern überwiegt das positive Urteil mit 26 zu 5 Prozent, jedoch ist auch hier der Name Ott vielen noch wenig bekannt.
Umfragedetails
Für den NRW-trend hat Infratest vom 26. bis 29. Januar 2026 insgesamt 1.164 Wahlberechtigte telefonisch und online befragt.











