Impfquote von Über-60-Jährigen verfehlt WHO-Empfehlung deutlich

Impfspritze mit Moderna wird aufgezogen (Archiv)
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Die Zahl der Über-60-Jährigen, die sich gemäß der Empfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko) gegen Grippe impfen lassen, hat seit dem Ende der Corona-Pandemie einen neuen Tiefstand erreicht

Rückgang der Grippeimpfungen bei Über-60-Jährigen

Die Zahl der Über-60-Jährigen, die sich gemäß der Empfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko) gegen grippe impfen lassen, hat seit dem ⁤Ende​ der ⁣Corona-Pandemie einen neuen Tiefstand erreicht. Nach Daten der‌ Krankenkasse Barmer, über die das „redaktionsnetzwerk Deutschland“ berichtet, wurden 2023 nur 40,8 Prozent dieser Versicherten gegen Influenza geimpft.

Entwicklung​ der Impfquote

Im ersten Corona-Jahr 2020 lag die Impfquote⁤ noch bei knapp 49 Prozent. Seitdem fällt sie kontinuierlich und nähert sich⁣ dem Vor-Pandemie-Niveau von etwa 39 Prozent an. Die ⁣weltgesundheitsorganisation⁣ (WHO) empfiehlt hingegen ​eine Quote von 75⁢ Prozent.

Regionale Unterschiede

Die Impfquoten ⁤variieren stark zwischen den Bundesländern. Die niedrigste Quote wurde mit 29,7 Prozent in Baden-Württemberg registriert,die höchste‍ in Sachsen-Anhalt‍ mit 55,2 Prozent.

Impfung bei Risikogruppen

Selbst⁤ Menschen mit hohem Gesundheitsrisiko‍ werden⁢ selten gegen ⁣Grippe geimpft. Von den ⁤Pflegebedürftigen in stationären Einrichtungen waren nur 48,9 Prozent geimpft,bei häuslich Pflegebedürftigen 45,6 Prozent. Pflegebedürftige ab 70 Jahren wurden seltener ‌geimpft als Versicherte ohne Pflegeleistungen.Bei Herzinfarkt-Patienten lag die Impfquote bei den ‌70- bis 79-Jährigen bei 43,5 Prozent,zwei Prozentpunkte niedriger als⁣ in der Allgemeinbevölkerung.

stellungnahme der Barmer

„Gerade bei ​den vulnerablen Gruppen ist eine Influenzaimpfung wichtig“, sagte Barmer-Vorstandsvorsitzender Christoph Straub.‍ Studien zeigten, dass ⁢Herzpatienten nach einer impfung‌ bessere Überlebenschancen ‍hätten. Dennoch würden⁣ die Impfempfehlungen unzureichend umgesetzt, beklagte⁢ er.

Die zahlen beziehen sich auf die Barmer-Versicherten, die zweitgrößte Krankenkasse Deutschlands mit über acht Millionen Versicherten. Impfzahlen für 2024 und‍ 2025 liegen‍ noch nicht vor.


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