Hamburger Finanzsenator Dressel zur Ausrichtung der SPD
Hamburgs Finanzsenator Andreas Dressel hat sich gegen eine stärkere Linksorientierung der SPD ausgesprochen. In einem Interview mit dem Tagesspiegel betonte Dressel, dass pragmatische Politik für die arbeitende Mitte, die soziale gerechtigkeit in den Fokus rückt, erfolgreich sei. Er verwies auf erfolgreiche Koalitionen in Hamburg und Niedersachsen als Vorbilder.
Kritik an innerparteilicher Kommunikation
Dressel rief die SPD dazu auf, die eigene Arbeit nicht zu kritisieren, wie es nach der Bürgergeld-Reform geschehen sei. „Wenn wir Kompromisse erzielen und sie dann sofort wieder zerreden,liefern wir den Menschen ein diffuses Bild ab“,sagte Dressel. Dies schade der Partei.
vorschläge zur Erreichung der arbeitenden Mitte
Dressel schlug vor,weniger Selbstkritik zu üben und stattdessen mehr Geschlossenheit zu zeigen. Er betonte, dass die Partei zu viel über Sozialleistungen und zu wenig über Arbeit, Leistung und Aufstieg spreche. Der Fokus von Lars Klingbeil auf mehr Arbeitsanreize sei der richtige Weg.
Unterstützung für das Führungsduo Klingbeil/Bas
Dressel lobte das Führungsduo Klingbeil und Bas und betonte, dass die Menschen Ergebnisse sehen wollen, keine innerparteilichen Diskussionen. „Beide sind gewählt, jetzt müssen alle mithelfen, dass sie und die SPD insgesamt erfolg haben“, sagte Dressel.
Kritik an markus Söder
Dressel kritisierte Bayerns Ministerpräsidenten Markus Söder (CSU) für dessen forderungen nach Reformbereitschaft der SPD. „Unser Parteivorsitzender macht einen Schritt nach vorne – und aus München wird nur rumgemäkelt“,sagte Dressel. Dies sei nicht die Konstruktivität, die benötigt werde.


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