GKV-Ausgaben steigen 2026 deutlich stärker als Einnahmen

Patient mit Infusionsständer (Archiv)

Die Ausgaben der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) steigen in diesem Jahr voraussichtlich stärker als die Einnahmen

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Steigende Ausgaben in der gesetzlichen Krankenversicherung

Die Ausgaben der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) werden in diesem Jahr voraussichtlich stärker steigen als die Einnahmen. Dies geht aus einer Schätzung des IT-Dienstleisters Bitmarck hervor, über die die „Rheinische Post“ berichtet.

Prognosen für 2026

Für 2026 wird ein Anstieg der Ausgaben um sieben Prozent erwartet,nachdem das Plus im Vorjahr 7,8 Prozent betrug. Die Einnahmen der GKV bleiben hingegen deutlich darunter. 2025 wuchsen sie um geschätzt 3,7 Prozent, für dieses Jahr wird ein Anstieg um sechs prozent prognostiziert. der Fehlbetrag im Gesundheitsfonds könnte in diesem Jahr auf 59 Milliarden Euro steigen, nachdem er 2025 bei 52 Milliarden Euro lag. Bitmarck spricht von einem „hohen strukturellen Defizit“.

Mindestreserve der Krankenkassen

Im Jahr 2025 lagen knapp 60 Prozent der Kassen unter der erforderlichen Mindestreserve. Diese entspricht 20 Prozent einer Monatsausgabe und soll Schwankungen ausgleichen. Beitragserhöhungen sollen den Anteil der Kassen unterhalb dieser Schwelle bis Jahresende senken. Dennoch erwartet Bitmarck, dass Ende 2026 jede dritte Krankenkasse weiterhin nicht über die Mindestreserve verfügen wird.

gesetzentwurf zur GKV-Reform

Das Bundeskabinett hat Ende April einen Gesetzentwurf zur GKV-Reform beschlossen.Diese soll die Defizite der Krankenkassen ausgleichen und die Beiträge der Versicherten im kommenden Jahr stabil halten.

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