Gesundheitsreform wird aufgeweicht

Nina Warken (Archiv)

Die Bundesregierung ändert ihre Pläne zur Gesundheitsreform

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Einleitung

Die Bundesregierung hat ihre Pläne zur Gesundheitsreform angepasst. ‌Einen Tag vor der geplanten Verabschiedung im Kabinett wurde ein neuer Entwurf bekannt, der das ‍Einsparvolumen für 2027 auf 16,3 ‌milliarden⁣ Euro reduziert. Im⁤ vorherigen Entwurf von Mitte April waren ⁢noch 19,6 Milliarden Euro vorgesehen.

Hintergrund

Nach Angaben des Ministeriums wäre das⁤ Einsparvolumen von‍ 16,3⁢ Milliarden Euro für 2027 ‌ausreichend, ‍um die⁣ Deckungslücke für einen stabilen Zusatzbeitragssatz von 2,9 Prozent auszugleichen. Dafür​ wären⁤ laut Berechnungen⁣ von Mitte April 15,3 Milliarden Euro Einsparung⁤ nötig.

Langfristige Perspektive

Die Gesamtentlastung soll in ⁤den Jahren 2028 bis 2030 deutlich⁤ steigen, ebenso wie die erwartete Deckungslücke. Im neuen Entwurf wird die Einsparung für ⁣2030 auf 38,3 Milliarden Euro beziffert, ⁤während ursprünglich 42,8 Milliarden Euro geplant waren.Die Deckungslücke für⁤ 2030 wurde‍ im April auf 40,4 Milliarden Euro berechnet, was bedeutet, dass sie durch die Reform nicht mehr vollständig ausgeglichen wäre.

Kritik​ und Reaktionen

Das Reformpaket von Gesundheitsministerin Nina ​Warken ⁤(CDU) stieß auf breite Kritik.Sozialverbände, der‍ Koalitionspartner SPD⁣ und vereinzelt auch Sozialpolitiker aus ‌der Union äußerten Bedenken. Die Reform basiert auf 66 vorschlägen einer Expertenkommission zur Stabilisierung der Beiträge in ⁣der Gesetzlichen Krankenversicherung, die Ende März vorgelegt wurden.

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