Linke fordert Bürger-Schufa zur Unterstützung Verschuldeter
Angesichts der gestiegenen Zahl von Privatinsolvenzen im vergangenen Jahr fordert die Linke die Einführung einer Bürger-Schufa. Diese soll verschuldeten Menschen helfen.
Aussagen von Jan van Aken
Linken-Chef Jan van Aken erklärte gegenüber der „Rheinischen Post“, dass die Bürger-Schufa wie eine Schuldnerberatung funktionieren solle. Sie müsse Menschen unterstützen, den Weg aus der Schuldenfalle zu finden. Dabei sollten die Interessen der Menschen im Vordergrund stehen, nicht die der Konzerne.
Kritik am aktuellen System
Van Aken kritisierte, dass viele Firmen Menschen absichtlich in die Schuldenfalle locken, um durch Schufa und Inkassofirmen an das Geld der Schuldner zu gelangen. Derzeit ist die Schufa eine privat geführte Wirtschaftsauskunftei.
Forderungen an die Bundesregierung
Van Aken forderte die Bundesregierung auf, einen Aktionsplan gegen Überschuldung zu entwickeln. Dazu gehörten bessere Stundungsmöglichkeiten bei Miet- und Stromschulden,um Wohnungsverlust und Stromsperren zu verhindern. Er sieht die Koalition in Mitverantwortung für die hohen Insolvenz-Zahlen, da sie zu wenig gegen steigende Mieten und Preise unternehme.
Statistik zu privatinsolvenzen
Nach Angaben des Informationsdienstleisters Crif wurden in Deutschland im vergangenen Jahr 107.816 Privatinsolvenzen registriert.Dies entspricht einem anstieg von knapp acht Prozent im Vergleich zu 2024.











