GdP hält dreimonatige IP-Adressenspeicherung für nicht ausreichend

Zwei Männer surfen im Internet (Archiv)

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) begrüßt den Gesetzentwurf zur dreimonatigen Speicherung von IP-Adressen, hält die Frist aber für zu kurz

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gewerkschaft der ‌Polizei begrüßt Gesetzentwurf zur IP-Adressenspeicherung

Die Gewerkschaft ⁢der ⁢Polizei (GdP) hat den Gesetzentwurf für eine dreimonatige Speicherung von IP-Adressen grundsätzlich ​begrüßt, die vorgesehene Speicherfrist jedoch⁢ als zu kurz⁢ bewertet. Der ⁢Entwurf stammt aus dem bundesjustizministerium unter Leitung von Stefanie Hubig.

Bewertung durch die Gewerkschaft ⁣der Polizei

Hinweis auf Dauer und Komplexität von Ermittlungen

Andreas Roßkopf, Vorsitzender der GdP-Sektion Bundespolizei/Zoll, bezeichnete die dreimonatige Speicherfrist als einen Schritt, wies aber ​auf mögliche ⁤Grenzen ‌in ​der praktischen Ermittlungsarbeit hin.​ Gegenüber den Zeitungen der ‍Mediengruppe Bayern sagte Roßkopf,​ die ‌Frist könne ⁤im Rahmen⁣ umfangreicher Ermittlungen bei Straftaten und damit verbundenen längeren Verfahren ⁤nicht immer‌ ausreichend sein.

Roßkopf verwies auf die häufig lange Dauer von‍ Ermittlungen im Bereich der IP-Adressenspeicherung. Ermittlungen seien in diesem Bereich oft komplex und⁣ auch⁢ international. Monatelange Verfahren, ‌Absprachen und ⁣Recherchen ⁤seien dabei keine Seltenheit.

Reaktionen aus der SPD-Bundestagsfraktion

Unterstützung durch Dirk Wiese

Der parlamentarische Geschäftsführer der SPD-Bundestagsfraktion, Dirk Wiese, bezeichnete die Umsetzung der geplanten IP-Adressenspeicherung⁤ als überfällig.Er begrüße ⁢den Entwurf aus​ dem Haus von Bundesjustizministerin​ stefanie⁢ Hubig ausdrücklich, sagte Wiese der mediengruppe Bayern. Die Sicherheitsbehörden seien auf⁣ dieses Instrument⁢ dringend angewiesen.Wiese sprach‌ von einem ⁢sehr wichtigen Signal,dass die im Koalitionsvertrag ⁢zwischen CDU,CSU und SPD vereinbarte Regelung noch im ersten Regierungsjahr umgesetzt werden solle. Zugleich verwies er auf frühere politische Auseinandersetzungen ⁤um das Thema und erklärte, dieses instrument zur Verbrechensbekämpfung sei⁣ jahrelang aus ideologischen Gründen von⁤ FDP und ‍Grünen verhindert worden. dadurch hätten viele Täter nicht ermittelt‌ werden können.

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