Henning Höne kritisiert zustand der FDP
Henning Höne, Kandidat für den FDP-Bundesvorsitz, sieht die derzeitige Krise der Partei in einem fehlenden glaubwürdigen Neustart seit der Bundestagswahl begründet. „Es fehlte an Distanz zur Ampel-Zeit, für einen Neustart braucht es einen Bruch“, sagte der nordrhein-westfälische FDP-Landeschef dem „Stern“. Er betonte, dass die Partei den Menschen, die früher FDP gewählt haben, zeigen müsse, dass sie sich neu aufgestellt habe. Sein angebot für den Bundesvorsitz solle diesen Neustart personell verdeutlichen.
Kandidatur und Parteiperspektiven
Am Ostersonntag hatte Parteivize Wolfgang Kubicki ebenfalls seine Kandidatur für den Vorsitz auf dem parteitag im Mai angekündigt. Höne hält an seiner Kandidatur fest und betont, dass sein Angebot unabhängig davon stehe, wer sonst kandidiere. Für den Erfolg der partei seien verschiedene Perspektiven notwendig. „Ich halte nichts davon, jetzt Richtungsentscheidungen herbeizuführen“, sagte Höne. Der neue Vorsitzende müsse die Partei zusammenführen und die Stärken der unterschiedlichen Schwerpunkte nutzen.
Existenzbedrohende Krise
Höne beschreibt die aktuelle Krise der FDP als existenzbedrohend und tiefer reichend als 2013, als die Partei den Einzug in den Bundestag verpasst hatte. „Die FDP wird im Moment nicht vermisst“, sagte Höne.Dennoch gebe es viele Menschen, die liberale Politik wünschten. die Partei müsse eine Lücke schließen.
Neuer kommunikationsstil
Für den Neustart setzt Höne auf einen neuen Kommunikationsstil. Die Partei müsse optimistisch und lösungsorientiert auftreten und ihre Alleinstellungsmerkmale wie Marktwirtschaft und Bürgerrechte betonen. Zudem sei Mut zur Zuspitzung notwendig. „Ich will auf Social Media wieder die führende Rolle erkämpfen, die wir mal hatten“, so Höne.


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