Entwicklungsministerin kritisiert Angriff auf Iran
Entwicklungsministerin Reem Alabali-radovan (SPD) hat den Angriff der USA und Israels auf den Iran scharf kritisiert. In einem Interview mit dem Nachrichtenportal T-Online äußerte sie erhebliche Zweifel an der Völkerrechtskonformität des Angriffs. Sie betonte, dass es ihr große Sorgen bereite, dass internationale Regeln an Gewicht verlieren.“Es ist unverzichtbar, dass wir auch weiterhin auf die internationale Ordnung und das Völkerrecht setzen“, sagte die Ministerin.
hilfe im Libanon
Alabali-Radovan erklärte, dass der Iran derzeit kein Partnerland der deutschen Entwicklungszusammenarbeit sei, da man nicht mit dem Regime oder iranischen Organisationen zusammenarbeite. Stattdessen verstärke Deutschland die Hilfen im Libanon, wo viele Menschen aufgrund des Konflikts zwischen Israel und der Hisbollah auf der Flucht sind. „Deshalb unterstützen wir die Menschen dort jetzt zusätzlich zur humanitären Hilfe des Auswärtigen Amts auch mit Mitteln unseres hauses, damit sie vor Ort besser versorgt werden können“, so die Ministerin.
Keine Normalisierung mit den Taliban
Trotz Gesprächen des Innenministeriums mit der afghanischen Regierung lehnte Alabali-Radovan Kontakte mit den Taliban ab. „Ich bin dagegen, Beziehungen mit den Taliban zu normalisieren“, erklärte sie.Die Ministerin betonte, dass die menschen in Afghanistan nicht im Stich gelassen werden dürften. Für die Weltgemeinschaft gelte: „Hilfe muss möglich bleiben,ohne die Taliban zu legitimieren.“



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