CDU-Sozialflügelchef Radtke fordert Kurskorrektur von Kanzler Merz
Dennis Radtke, Vorsitzender des Sozialflügels der CDU, verlangt eine inhaltliche und kommunikative Kurskorrektur von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU). Die allgemeine Stimmung im land müsse von der partei ernster genommen werden, erklärte er den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (mittwochsausgaben).
Kritik an Stimmungslage und Kommunikationsstrategie
Radtke betonte, die CDU stehe zwar nicht „punktlos am Tabellenende“. Dennoch müsse die negative stimmung im Land sehr ernst genommen werden. Die Themensetzung und die Kommunikation der Partei müssten angepasst werden.
In einer Phase,in der die regelbasierte internationale Ordnung durch das Recht des Stärkeren abgelöst werde,müsste nach Ansicht Radtkes eigentlich die Stunde der Europa-Partei CDU schlagen.
Reaktion auf Schreiben von Friedrich Merz
Der CDU-Europapolitiker Radtke reagierte mit seinen Äußerungen unter anderem auf ein Schreiben von Bundeskanzler Merz an die Abgeordneten von Union und SPD. In diesem Schreiben erklärte Merz, die Koalition müsse sich 2026 darauf konzentrieren, „die richtigen politischen und gesetzlichen Entscheidungen zu treffen, um die Standortbedingungen durchgreifend zu verbessern“. Nur so könne die deutsche Wirtschaft wieder wachsen und aus der Krise herauskommen.
Forderung nach breiterem thematischem Ansatz
Aus Sicht Radtkes geht es nicht nur um wirtschaftliche Fragen, sondern um einen Dreiklang aus Wachstum, sozialer Sicherung und Zusammenhalt sowie Frieden und Sicherheit. „Wirtschaft, Zukunft der sozialen Sicherungssysteme und Europa müssen eigentlich die drei großen Themen sein für 2026″, sagte Radtke.











