zu wenige Freiwillige für Bundeswehrbrigade in Litauen
Die Aufstellung einer Bundeswehrbrigade an der Nato-Ostflanke in Litauen steht vor Herausforderungen. bisher haben sich zu wenige Soldaten freiwillig gemeldet, um die geplanten Einheiten zu besetzen. Laut vertraulichen Statistiken des Heeres,über die der „Spiegel“ berichtet,sind die Freiwilligenmeldungen insbesondere bei den Mannschaftsdienstgraden unzureichend.
Unzureichende freiwilligenmeldungen
Für das Panzerbataillon 203 und das Panzergrenadierbataillon 122 erreichen die Freiwilligenmeldungen nur zwischen 28 und 47 Prozent. Diese Einheiten sollen noch in diesem Jahr besetzt werden und ab 2027 einsatzbereit sein.Ein internes Dokument des Verteidigungsministeriums beschreibt die Situation noch drastischer: Für 1.971 dienstposten der „neuen Hauptkräfte“ der Litauen-Brigade haben sich nur rund 10 prozent der benötigten Freiwilligen gemeldet.
maßnahmen zur Anwerbung
Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) hatte im Sommer 2023 angekündigt, eine voll ausgestattete Brigade in Litauen zu stationieren. Um die Mission attraktiver zu machen, bietet das Ministerium umfangreiche Zulagen an. Geplante Maßnahmen umfassen das Versenden von 43.000 Informationsschreiben an potenzielle kandidaten, Tagestrips nach Litauen und die Reduzierung der Mindeststehzeit auf ein Jahr.
Herausforderungen bei der Personalaufstellung
Die Bundeswehr hat eingeräumt, dass bisher nicht ausreichend Freiwillige gefunden wurden. Ein Sprecher des Heeres betonte jedoch, dass die Zahlen aus den internen Papieren nur einen Zwischenstand darstellen und keine belastbaren Prognosen erlauben. Die Aufstellung der Brigade mit qualifiziertem Personal bleibt herausfordernd.











