Zögerliche Reaktion der Bundesregierung auf Festnahme Maduros in Venezuela
Die Bundesregierung hat zunächst nicht auf die Ereignisse in Venezuela reagiert. Bis kurz nach 14 Uhr, rund vier stunden nach der Bestätigung durch US-Präsident Donald Trump, Venezuelas Staatschef Nicolás maduro festgenommen zu haben, lagen keine offiziellen Stellungnahmen vor. Weder Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) noch Außenminister Johann Wadephul (CDU) äußerten sich.
Keine Auskünfte von Bundespresseamt und Auswärtigem Amt
Ungewöhnlich für einen Samstagmittag waren weder das Bundespresseamt noch das Auswärtige Amt für Presseanfragen erreichbar. Medien zitierten eine ungenannte Quelle aus dem Auswärtigen Amt, wonach die Lage in Venezuela „sehr aufmerksam“ und „mit größter Sorge“ verfolgt werde.
Reaktionen aus den Bundestagsfraktionen
Bewertungen aus der Unionsfraktion
Aus der Unionsfraktion im Bundestag kamen unterschiedliche Einschätzungen zur Festnahme Maduros. Der außenpolitische Sprecher Jürgen Hardt (CDU) bezeichnete die Festnahme als „Hoffnungsschimmer“. Der Außenexperte Roderich Kiesewetter (CDU) warf den USA hingegen vor, „endgültig die regelbasierte Ordnung“ zu verlassen.
Kritik von Linken und Grünen
Die Linksfraktion sprach im Zusammenhang mit dem Vorgehen der USA von einem „eklatanten Bruch des Völkerrechts“. Die Grünen riefen die Bundesregierung dazu auf, die US-Angriffe zu verurteilen.











