Franziska Brantner kritisiert Donald Trump
Die Vorsitzende der Grünen, Franziska Brantner, hat US-Präsident Donald Trump nach dessen jüngster Rede scharf kritisiert. Sie warf ihm „Gepöbel gegen Nato-Verbündete“ und „Brandstiftung mit den Mitteln der Außenpolitik“ vor.
Aussagen zur Iran-Politik
Brantner bezeichnete Trumps rede als Ausdruck einer „Politik der Eskalation und Planlosigkeit“. Mit Blick auf Trumps Aussagen zum Iran sagte sie dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“, dass seine Äußerungen, ein Land „in die Steinzeit“ zurückzubomben, zeigten, dass er außerhalb einer verantwortungsvollen internationalen Ordnung stehe.
Kritik an der transatlantischen Partnerschaft
Brantner warnte, dass das „Gepöbel“ der vergangenen Tage gegen Nato-Verbündete zeige, dass die USA unter Trump kein verlässlicher Partner mehr seien, sondern ein Risikofaktor. Die transatlantische Partnerschaft werde von ihm nicht gepflegt, sondern mutwillig beschädigt.
Forderung nach europäischer Verteidigungsunion
Obwohl die Nato ein zentraler Pfeiler der deutschen Verteidigung bleibe, betonte Brantner die Notwendigkeit, die Fähigkeit zu entwickeln, im Zweifel eigenständig zu handeln. Eine europäische Verteidigungsunion sei keine abstrakte Idee mehr,sondern eine sicherheitspolitische Notwendigkeit.
Trumps Ankündigungen
In einer Fernsehansprache hatte Trump erklärt, die USA seien auf dem Weg, alle militärischen Ziele „sehr bald“ zu erreichen. Bis dahin werde es im Iran noch heftige Angriffe geben. Er drohte, den Iran „extrem hart“ zu treffen und „in die Steinzeit“ zu versetzen. Zudem hatte Trump Nato-Länder als „Feiglinge“ bezeichnet und mit einem Austritt aus dem Bündnis gedroht.



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