Bahn fordert von Fahrgästen mehr Respekt

Patrick Schnieder und Evelyn Palla am 05.05.2026

Die Deutsche Bahn setzt auf mehr Respekt gegenüber ihrem Personal. Neben Bodycams sollen künftig auch Tonaufnahmen in Zügen eingesetzt werden. Plakate mit der Aufschrift "Die Würde des Menschen ist unantastbar - Auch für alle in Uniform" sind in Bahnhöfen und Zügen zu sehen

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Einleitung

Die Deutsche Bahn fordert mehr Respekt für ihr Personal und setzt dabei auf neue Sicherheitsmaßnahmen. Neben Bodycams sollen künftig auch Tonaufnahmen in Zügen getestet werden, um Übergriffe zu reduzieren.

Hauptteil

Plakate mit der Aufschrift „Die Würde des Menschen ist unantastbar – Auch für alle in Uniform“ sind nun in Bahnhöfen und Zügen zu sehen. Diese sollen Fahrgäste sensibilisieren und Übergriffe auf Bahnmitarbeiter eindämmen, wie der Staatskonzern mitteilte. Verkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) erinnerte bei der Vorstellung der Kampagne an den tödlichen Angriff auf einen Zugbegleiter vor drei Monaten. Er betonte, dass Respekt auch bei der Ticketkontrolle und bei Verspätungen gelte.

Bahn-Chefin Evelyn Palla erklärte, dass Respekt die Grundlage für Sicherheit sei. Die Kampagne sei Teil eines „Aktionsplans für mehr Sicherheit auf der Schiene“, der auf einem sicherheitsgipfel beschlossen wurde. In den letzten zwei Monaten wurden bereits rund 2.000 Bodycams konzernweit eingesetzt. Bis 2026 sollen alle Mitarbeiter mit Kundenkontakt, die dies wünschen, mit einer Bodycam ausgestattet werden.

Hintergrund

Die Bahn plant, im dritten Quartal dieses Jahres Audioaufzeichnungen zu testen, da diese die Schutzwirkung der Bodycams erweitern sollen. Zudem hat DB Regio ein Pilotprojekt zur doppelbesetzung im Nahverkehr gestartet und die Anzahl der Sicherheitskräfte in den letzten 12 Monaten von 4.500 auf 5.000 erhöht.

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