AfD verzichtet auf Parteiausschluss von Kevin Dorow
Der Bundesvorstand der AfD hat beschlossen, keinen Antrag auf Parteiausschluss gegen den Jugend-Funktionär Kevin Dorow einzureichen.Stattdessen wurde ein Kompromiss vereinbart, bei dem Dorow von sämtlichen Ämtern in der Partei und im Jugendverband Generation Deutschland (GD) zurücktritt. Im Gegenzug wird die Parteispitze beim Landesschiedsgericht der afd Schleswig-Holstein lediglich eine zweijährige Ämtersperre gegen ihn beantragen.
Hintergrund der Entscheidung
kevin Dorow war Beisitzer im Bundesvorstand der Generation deutschland,Beisitzer im schleswig-holsteinischen Landesvorstand der AfD und Vize-Fraktionschef im Kreistag Rendsburg-Eckernförde. Der AfD-Bundesvorstand hatte im Februar einen Ausschlussantrag gestellt,da Äußerungen von Dorow eine Nähe zum Nationalsozialismus nahegelegt hätten. Die AfD wollte nicht mit solchen Einstellungen in Verbindung gebracht werden.
Reaktionen auf den Kompromiss
Dorow äußerte gegenüber der „Welt“, dass er die Entscheidung des Bundesvorstands begrüße und von allen Ämtern zurückgetreten sei, um die personaldiskussion zu befrieden und den Fokus auf die politische Sacharbeit zu richten. Der GD-Bundesvorsitzende Jean-Pascal Hohm zeigte sich zufrieden mit dem Kompromiss, obwohl er die Parteiordnungsmaßnahme weiterhin für überzogen hält. Er betonte die Bereitschaft von AfD und Generation Deutschland, gemeinsam tragfähige Lösungen zu finden.











